Skoda setzt trotz Rezession in Europa im Jahr 2001 Absatzsteigerung fort

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Von Lothar Martin.

Zum letzten Februartag hatte das größte und erfolgreichste tschechische Wirtschaftsunternehmen, die Skoda Auto AG, zur Jahresbilanz-Pressekonferenz in ihr Stammwerk nach Mladá Boleslav geladen. Trotz der Rezession und Stagnation auf den wichtigsten internationalen Märkten, auf denen das Unternehmen präsent ist, konnte die Produktion und der Verkauf der Skoda-Fahrzeuge auch im zurückliegenden Jahr 2001 gesteigert werden. Wie der Vorstandsvorsitzende von Skoda Auto, Vratislav Kulhánek, auf der Konferenz verkündete, konnte das Unternehmen im letzten Jahr über 462.000 Fahrzeuge verkaufen, was einer Steigerung von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Hiervon wurde die große Mehrzahl der Wagen, nämlich 82 Prozent, in 72 Länder der Erde exportiert. Skoda erzielte damit einen Anteil von 9,9 Prozent am gesamten Exportvolumen der Tschechischen Republik im Jahr 2001. Größter Abnehmer von Skoda-Fahrzeugen war einmal mehr der deutsche Markt, auf dem knapp 69.000 PKW dieser Marke abgesetzt wurden.

Das Jahr 2001 stand im Zeichen der Weltpremiere des Fabia Sedan, des dritten Fahrzeugtyps aus der erfolgreichen Fabia-Modellreihe, und der Einführung des Skoda Superbs, das erste Modell des Konzerns in der oberen Mittelklasse. Zum 31. Dezember 2001 waren 24.129 Arbeitnehmer bei Skoda angestellt. Das waren um 6,6 Prozent weniger Beschäftigte als noch im Jahr 2000. Grund für den Arbeitskräfteabbau war die in der zweiten Hälfte des Vorjahres auch bei Skoda einsetzende Stagnation beim Absatz der Produkte, die vor allem durch die fortlaufende Aufwertung der tschechischen Währung hervorgerufen wurde. Für das exportorientierte Unternehmen stellt die starke Krone eine zusätzliche Belastung dar.

Dennoch bleibt die Skoda Auto AG in der Erfolgsspur. Nicht zuletzt durch die hervorragende Arbeit ihrer Abteilung technische Entwicklung, der bis zum 28. Februar Prof. Wilfried Bockelmann als Direktor vorstand. Seine Arbeit wird ab dem 1. März durch Dr.-Ing. Harald Ludanek fortgesetzt. Radio Prag nutzte vor Ort die Gelegenheit zu einem ersten Gespräch mit ihm: