Staatspräsident und Finanzminister verteidigen Wimbledonsiegerin Kvitová

Staatspräsident Miloš Zeman hat Wimbledonsiegerin Petra Kvitová gegen Vorwürfe wegen ihres Wohnsitzes in Monaco in Schutz genommen. Niemand könne Petra Kvitová daran hindern, in Monaco weniger Steuern zu zahlen, sagte der Politiker der Tageszeitung „Právo“ (Samstag). Er würde die 24 Jahre alte Tennisspielerin an seinem Amtssitz empfangen, wenn sie dies wünsche. Zeman betonte, es sei Aufgabe der Europäischen Union, den Druck auf Steuerparadiese zu erhöhen. Finanzminister Andrej Babiš (Partei Ano) präzisierte gegenüber dem Nachrichtenserver idnes.cz zudem, dass Kvitová die meisten ihrer Einnahmen aus Turniersiegen im Ausland generiere und diese ohnehin nicht in Tschechien versteuert würden. Zuvor hatte der sozialdemokratische Abgeordnete Stanislav Huml gefordert, dass Steuerflüchtigen die Staatsbürgerschaft ihres Heimatlandes entzogen werden sollte.

Kvitová lasse sich die Freude am Wimbledontriumph nicht nehmen, teilte ein Sprecher der Tennisspielerin mit. Sie habe ihren Wohnsitz in Monaco und sei damit unter Sportlern keine Ausnahme.

Autor: Till Janzer