Kvitová siegt zum zweiten Mal in Wimbledon: „Es war schwieriger als 2011“

Petra Kvitová (Foto: ČTK)

Die tschechischen Tennisfans haben am Wochenende wieder einmal Grund gehabt, richtig zu jubeln. Petra Kvitová hat nach drei Jahren wieder in Wimbledon gewonnen.

Petra Kvitová (Foto: ČTK)
Die Zuschauer und die Fernsehkommentatoren trauten ihren Augen kaum. Petra Kvitová zeigte im Finale von Wimbledon nach einigen verpatzten Turnieren eine überragende Leistung. In nur 55 Minuten besiegte die 24-jährige Tschechin den aufgehenden Tennisstar aus Kanada, Eugenie Bouchard, und zwar mit 6:3 und 6:0. Nach drei Jahren holte Kvitová erneut die begehrte Trophäe aus London. In ihrer Rede bei der Siegerzeremonie schaffte die glückliche Tennisspielerin nur so nebenbei auch noch, ihrem Vater, der im Publikum saß, zum bevorstehenden Geburtstag zu gratulieren:

Martina Navrátilová (Foto: ČTK)
„Ich bin froh, dass es so geklappt hat. Meinem Vater kann ich kaum ein besseres Geschenk machen. Wir beide sind uns dessen bewusst.“

Für ihre Leistung erntete Petra Kvitová lobende Worte von vielen Prominenten. Die Tennis-Legende und heutige Kommentatorin Martina Navrátilová zeigte sich nach dem Finale begeistert:

„Diese Rasanz in Petras Spiel war unglaublich. Ich bin froh, dass ich nicht auf der anderen Seite des Tennisplatzes gestanden habe. Mir wäre nicht klar gewesen, wie ich auf diese Rasanz reagiert hätte.“

Petra Kvitová räumte ein, sie habe zu Beginn des Spiels natürlich nicht geahnt, wie ihre Gegnerin auf ihr Spiel reagieren werde:



Eugenie Bouchard (Foto: ČTK)
„Ich habe mich bemüht, sie vom ersten Ball an unter Druck zu setzen. Dies ist mir gelungen. Es war bestimmt eines meiner besten Spiele überhaupt. Ich habe auf dem Tennisplatz nicht viel darüber nachdenken können, was gerade passiert, ich habe nur versucht, Punkt für Punkt zu sammeln. Auf einmal war der Match-Ball da und es war Schluss.“

Dieser Sieg sei aber bestimmt schwieriger gewesen als jener von 2011, fügte die überglückliche Gewinnerin hinzu. Deswegen wisse sie den jetzigen Titelgewinn auch mehr zu schätzen:

Petra Kvitová (Foto: ČTK)
„Vor drei Jahren habe ich zwar auch das Finale gemeistert, aber das ganze Turnier über habe ich damals ohne Druck gespielt. In diesem Jahr war es anders, der Druck war zu spüren. Ich habe aber schon zuvor beim Turnier in Eastbourne gut gespielt, und so hatte ich mehr Selbstvertrauen. In Wimbledon bin ich zudem auf drei Tschechinnen getroffen, was nicht gerade üblich ist. Heute wollte ich einfach die Trophäe wieder nach Hause bringen.“

Psychisch sei das Turnier nicht nur für sie selbst sehr anspruchsvoll gewesen, sondern auch für ihr ganzes Team, so Kvitová. Auf der anderen Seite hätten die Leute aus ihrem Team ihr maximale Unterstützung gegeben:

Petra Kvitová (Foto: ČTK)
„Sie haben nicht gezweifelt und waren davon überzeugt, dass ich das Turnier erneut gewinnen kann. Sie waren immer da, als ich Probleme hatte. Jeder von ihnen bringt etwas Positives ein, und es freut mich, dass ich mich bei ihnen wenigstens auf diese Weise – mit dem Sieg - revanchieren kann.“