Stiftung Tschechischer Literaturfonds verteilte ihre Jahrespreise

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Verschiedene Stiftungen und Fonds stellen große Hoffnung aller Schriftsteller, Dichter und anderen Künstler dar. Gerade dank ihren Beiträgen kann man oft seine künstlerischen Pläne realisieren. Eine solche Stiftung ist auch der Tschechische Literaturfonds, der am Dienstag seine Jahrespreise verliehen hat. Mehr dazu von Markéta Maurová.

Fünf Laureaten haben am Dienstagabend im Ballhaus der Prager Burg die Preise der "Stiftung Tschechischer Literaturfonds" übernommen. Dieser ist mit einer Summe in Höhe von 50.000 Kronen sowie mit einem Glasbecher verbunden. Die Preise werden alljährlich in fünf Kategorien verliehen. In der Kategorie "ursprüngliche tschechische Literatur" wurde Pavel Kosatik ausgezeichnet, und zwar für sein Buch "Ferdinand Peroutka - späteres Leben (1938-1978)", die das Schicksal des berühmten tschechischen Journalisten der ersten Republik, der seit 1948 im Exil lebte, dokumentiert. Die weiteren Preise des Literaturfonds gingen an den Anthropologen Emanuel Vlcek, an den Theaterregisseur Miroslav Krobot, Filmregisseur Karel Vachek sowie an den Buchverleger Frantisek Honzak.

Die Stiftung Tschechischer Literaturfonds verleiht aber nicht nur Preise, sondern unterstützt außerdem in Form von Stipendien und Subventionen unkommerzielle Projekte u.a. im Literatur-, Theater-, Film-, Rundfunkbereich. Im letzten Jahr wurden etwa 5,5 Millionen Kronen auf 339 Projekte verteilt. Wie werden diese Projekte ausgewählt? Gibt es dafür gewisse systematische formale Kriterien oder wird jedes Gesuch individuell beurteilt? Das war meine Frage an den stellvertretenden Direktor der Stiftung, Antonin Neumann:

"Die Stiftung hat ein sozusagen perfektes System ausgearbeitet. Sie schreibt ein Auswahlverfahren aus, die Anträge findet man auf unserer Web-Seite oder direkt im Sitz der Stiftung. Und außer dieser formalen Seite, werden je nach der individuellen Ausrichtung der Anträge gewisse Empfehlungsschreiben, Synopsen des Werkes usw. verlangt. Die eigentlichen Anträge werden dann von Experten, in bestimmten Expertengruppen, auf Grund eines Punkte-Systems beurteilt. Die Gesuche werden in eine Reihenfolge geordnet, nach der der Verwaltungsrat der Stiftung über die konkrete Summe und Höhe der Unterstützung entscheidet."