Täglicher Nachrichtenüberblick

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Tschechien unterstützt Nato-Beitritt Georgiens

Die Tschechische Republik unterstützt den Nato-Beitritt Georgiens und will dem Land weiterhin bei der Modernisierung dessen Armee helfen. Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) sagte dies vor Journalisten nach seinem Treffen mit seinem georgischen Amtskollegen Giorgi Kwirikaschwili am Montag in Prag. Kwirikaschwili ist am Montag zu einem zweitägigen offiziellen Besuch in Tschechien eingetroffen. Die beiden Regierungschefs tauschten sich weiter über die Beziehungen zwischen Georgien und der EU und über die bilateralen Handelskontakte aus. Sobotka hob die intensiven und außerordentlich guten Beziehungen zwischen Prag und Tiflis hervor und schätzte die Aktivität des Kaukasus-Landes im Projekt der Östlichen Partnerschaft. Kwirikaschwili bedankte sich bei seinem Amtskollegen für die tschechische Unterstützung für den Demokratisierungsprozess in Georgien.

Der georgische Ministerpräsident traf in Prag am Nachmittag auch mit Präsident Miloš Zeman zusammen. Am Dienstag wird er den Senat des tschechischen Parlaments besuchen.

Korruption im Solarsektor: Chefin der Regulierungsbehörde zu Haft verurteilt

Die Chefin der tschechischen Energie-Regulierungsbehörde (ERÚ), Alena Vitásková, wurde wegen der Korruption im Solarsektor verurteilt. Das Kreisgericht in Brno / Brünn hat eine Freiheitsstrafe von 8,5 Jahren gegen Vitásková verhängt. Das Gericht wirft ihr vor, im Jahr 2010 zwei Photovoltaikanlagen in Chomutov / Komotau auf Grund gefälschter Revisionsberichte unberechtigt Betreiberlizenzen ausgestellt zu haben. Vitásková habe dem Gericht zufolge Bedingungen geschaffen, damit diese in Betrieb bleiben und höhere Fördersubventionen erhalten können. Der entstandene Schaden soll bis zu 75 Millionen Euro betragen. Die Chefin der Regulierungsbehörde weist den Vorwurf zurück. Sie kündigte an, in Berufung zu gehen. Im Fall wurden insgesamt zehn Personen angeklagt, sie wurden zu Freiheitsstrafen von 5,5 bis 8,5 Jahren sowie Geldstrafen verurteilt. Die Energie-Regulierungsbehörde wacht über den Energiemarkt und die Verbraucherpreise in Tschechien.

Europäische Investitionsbank öffnet Büro in Prag

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat am Montag ein Büro in Prag eröffnet. Die neue Bank-Zweigstelle solle sowohl als Kontaktstelle für Kunden als auch als eine Beratungsstelle dienen, sagte EIB-Präsident Werner Hoyer bei der feierlichen Eröffnung. Das neue EIB-Büro vermittelt den Behörden und Privatfirmen einen besseren Zugang zu Informationen über die Möglichkeiten der Projektfinanzierung aus den Geldern der EIB-Gruppe und des Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI). Eine Priorität der Bank ist es, kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen. In Tschechien will sie sich auf die Förderung von Wissenschaft und Entwicklung konzentrieren.

Etwa 500.000 Tschechen waren oder sind an Krebs erkrankt

Immer mehr Tschechen erkranken und sterben an Krebs. Hierzulande leben derzeit ungefähr 500.000 Menschen, die an dieser Krankheit leiden oder schon an ihr gelitten haben. Und ihre Zahl steigt kontinuierlich. Die Tschechische Onkologische Gesellschaft hat daher nun mit einer Überprüfung der dazu vorhandenen medizinischen Einrichtungen begonnen. Man wolle feststellen, ob die Kapazitäten für die Behandlung der onkologischen Patienten ausreichend seien, gab die Gesellschaftsvorsitzende Jana Prausová am Montag bekannt. An Krebs erkrankt in seinem Leben jeder dritte Tscheche beziehungsweise jede dritte Tschechin, jeder Vierte stirbt daran.

Die Allgemeine Krankenkasse, bei der fast 59 Prozent der tschechischen Bürger versichert sind, hat im vergangenen Jahr 13 Milliarden Kronen (482 Millionen Euro) für die Krebs-Behandlung bezahlt. Mit der Förderung aus den EU-Fonds wurden 13 komplexe Onkologie-Zentren mit der modernsten Technik ausgestattet. Laut Prausová werde hierzulande die erstklassige Behandlung angeboten, und zwar umsonst. Dies sei in der Welt nicht üblich, stellte sie fest. Sie appellierte auf gesundes Leben und die Vorsorge, wo es noch Nachholbedarf bei den Tschechen gebe.

In Prag beginnt Festival gegen Totalitarismus Mene Tekel

In Prag beginnt am Montag das einwöchige internationale Festival gegen Totalitarismus Mene Tekel. Auf dem Programm stehen Ausstellungen, Filmvorstellungen, Diskussionen mit Zeitzeugen und Historikern. Im Blickpunkt steht diesmal das Leben der Kinder und Jugendlichen in Ländern mit totalitären Regimes. Die Ausstellungen dokumentieren beispielsweise das Schicksal der minderjährigen politischen Gefangenen der 1950er Jahre in der Tschechoslowakei, die Revolten der Jugendlichen im ehemaligen Ostdeutschland oder die Widerstandsbewegung in der Ukraine gegen das stalinistische Regime in den 1920er und 1930er Jahren. Beim Festival wird der Film „Holodomor ´33“ (Hungernot) des ukrainischen Regisseurs Oles Jantschuk in tschechischer Premiere aufgeführt. Der Filmregisseur wird seinen Film vorstellen und mit den Zuschauern diskutieren. Die Ausstellungen sind im Kreuzgang des Franziskanerklosters bei der Maria-Schnee-Kirche zu sehen. Das Festival wird um 15 Uhr in der dortigen Kirche feierlich eröffnet und dauert bis zum Sonntag.

Ski-Alpin: Ondřej Bank beendet Karriere

Der beste tschechische alpine Skiläufer Ondřej Bank beendet im Alter von 35 Jahren seine Karriere. Er gab dies auf einer Pressekonferenz am Montag in Prag bekannt. Einer der Gründe dafür sind gesundheitliche Probleme nach Verletzungen, die er bei einem schweren Sturz bei der WM in Beaver Creek im Februar 2015 erlitten hatte. Der größte Erfolg in Banks Karriere war der fünfte Platz im Riesenslalom bei den Olympischen Spielen in Sotschi. Beim Weltcup stand er zweimal (2007, 2015) auf dem Siegerpodest. Nun will sich der 35-Jährige seiner Familie sowie seiner Sportbekleidungsfirma widmen.

Volleyball: DSC-Couch Waibl wird Damen-Nationaltrainer in Tschechien

Das tschechische Volleyball-Nationalteam der Damen bekommt einen neuen Nationaltrainer. Der Deutsche Alexander Waibl, Coach der Bundesliga-Volleyballerinnen des Dresdner SC, übernimmt ab 1. Mai den Posten. Waibl unterschrieb einen Einjahresvertrag mit der Option auf ein weiteres Jahr, teilte der tschechische Volleyball-Verband ČVS am Montag in Prag mit. Der 47-Jährige, der beide Posten in Doppelfunktion ausüben wird, tritt die Nachfolge des Italieners Carlo Parisi an. Im Mittelpunkt seines Engagements steht in diesem Sommer der World Grand Prix. Tschechien spielt im Juni in Gruppe 2 um den Aufstieg in die Elite-Gruppe 1. Waibl wird vom Tschechen Zdeněk Pommer unterstützt.

Skispringen: Koudelka vierter beim Weltcup in Lahti

Der tschechische Skispringer Roman Koudelka belegte beim Weltcup in Lahti am Sonntag den vierten Platz. Es siegte Maichal Hayböck aus Österreich, zweiter war Karl Geiger aus Deutschland und dritter der Japaner Takeu Takeuchi, der um 1,3 Punkte mehr als Koudelka bekam. Jakub Janda lag auf Rang 14 und Lukáš Hlava auf Rang 21.

Tennis: Plíšková rutscht in der Weltrangliste auf Platz 19 ab

Die tschechische Tennisspielerin Karolína Plíšková ist nach den Niederlagen bei den Turnieren in Dubai und in Doha in der Weltrangliste auf Rang 19 abgerutscht. Nach den glänzenden Leistungen im Fed Cup in Rumänien schied Plíšková bei den Turnieren in Dubai und in Doha bereits in der ersten Runde. Die inzwischen wieder gesunde Lucie Šafářová rutschte von Rang zehn auf Rang zwölf ab. Nach einer langen Pause wird sie beim Turnier in Doha wieder spielen. Barbora Strýcová, die das Finale in Dubai erreichte, hat sich in der aktuellen Weltrangliste von Rang 47 auf Rang 38 verbessert. Petra Kvitová liegt auch weiterhin auf Platz acht. Der beste tschechische Tennisspieler Tomáš Berdych, der beim Turnier in Marseille das Halbfinale erreichte, verbesserte sich um einen Platz auf Rang sieben.

Montag bringt Wärmerekord für 22. Februar: 18,3 Grad

In Tschechien ist am Montag ein neuer Wärmerekord für 22. Februar aufgestellt worden. In Lednice / Eisgrub und in Dyjákovice / Gross Tajax in Südmähren zeigte das Thermometer 18,3 Grad an. In Lednice wurde der bisherige Höchstwert vom Jahr 1966 um fast vier Grad überstiegen. Die Wärmerekorde wurden an den 67 von 141 Messstationen geknackt, an denen die Temperatur mehr als 30 Jahre aufgezeichnet wird. In den kommenden Tagen sollen die Werte in Tschechien bis zum Gefrierpunkt sinken.