Täglicher Nachrichtenüberblick

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Außenminister warnt vor Waffenlieferungen an die Ukraine

Tschechiens Außenminister Lubomír Zaorálek hat vor Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine gewarnt. Es sei ein ganz gefährlicher Gedanke, Waffen oder Personal zu deren Bedienung bereit zu stellen, sagte Zaorálek am Donnerstag in Prag. Wörtlich bezeichnete der Sozialdemokrat Waffenlieferungen als „Spiel mit dem Feuer“. Die heutige Situation erscheine ihm als „vielleicht sogar noch riskanter“ als zur Zeit des Kalten Krieges zwischen den Supermächten USA und Russland. Die Lage in der Ukraine bleibe unübersichtlich und die Entwicklung unberechenbar, so Zaorálek weiter.

10.000 Menschen unterzeichnen Petition gegen Präsident Zeman

Eine Petition gegen Staatspräsident Miloš Zeman hat die notwendige Zahl von Unterzeichnern erreicht, so dass sich nun der der Senat des tschechischen Parlaments damit beschäftigen muss. Wie die Initiatoren der Petition vom Verein Podhradí mitteilten, wurde die geforderte Mindestzahl von 10.000 Stimmen am Mittwochabend überschritten. Die Unterzeichner verlangen, dass sich der Senat mit Zemans früheren Erklärungen über die Ukraine beschäftigt. In der Petition heißt es, der Präsident wecke mit seinen widersprüchlichen Schritten den Verdacht, dass er eher „im Interesse des Regimes von Wladimir Putin, als im Interesse der Tschechischen Republik und deren Verbündeten“ handle. „Wenn nachgewiesen wird, dass der Präsident auf Betreiben einer fremden, undemokratischen Großmacht handelt, ist es für unsere Republik gefährlich“, erklärte einer der Initiatoren, Michal Majzner. Die Petition wird nun dem Senat übergeben, Unterschriften werden jedoch weiter gesammelt.

General Pavel: Russland nutzt Situation in Ostukraine zur Festigung seines Einflussbereichs

Der zukünftige Vorsitzende des Nato-Militärausschusses fordert eine Reaktion des Verteidigungsbündnisses auf die Versuche Russlands, sein Einflussgebiet zu erweitern. Wie Petr Pavel am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte, wolle Russland seinen Einfluss auf die Nachbarländer erneuern, um eine Schutzzone zwischen seinen Staatsgrenzen und den Nato-Ländern zu schaffen. Nun habe sich herausgestellt, dass die Ukraine in diesen Bemühungen eine wichtige Rolle spiele, so Pavel. Es sei an der Zeit, auf die neue russische Militärdoktrin zu reagieren und zu zeigen, dass die Nato auch bereit sei, ihre Grenzen zu schützen. Pavel erklärte gleichzeitig, dass die Nato die Tür nach Russland nicht vollständig schließen dürfe. Wegen der Bedrohung durch den Islamischen Staates sei eine intensive Zusammenarbeit notwendig.

Petr Pavel ist derzeit Generalstabschef der Tschechischen Armee. Im September letzten Jahres wurde er zum Vorsitzenden des Militärausschusses der Nato gewählt. Am 1. Juli übernimmt er das Amt von Knud Bartels.

Skifahrer stirbt durch Lawine im Riesengebirge

Ein etwa 30-jähriger Skifahrer ist am Donnerstag bei einem Lawinenabgang im Riesengebirge ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur ČTK meldet, überlebten zwei weitere Skifahrer die Lawine, einer von ihnen wurde verletzt. Das Unglück ereignete sich in der sogenannten kleinen Brunnberg-Grube am studniční hora / Brunnberg. Wie der Sprecher der Bergrettung mitteilten, hätten sich die drei Skifahrer außerhalb der gekennzeichneten Gebiete aufgehalten. Im Riesengebirge gilt derzeit die Lawinengefahrstufe 3 in der 5-Punkte-Skala.

Gericht lehnt Entschädigung der Baťa-Erben ab

Die Nachfahren des Schuhmagnaten Jan Antonín Baťa sind mit einer Entschädigungsklage gescheitert. Fünf Erben des Unternehmers wollten für die 1947 vom Staat enteignete Privatvilla in Zlín zwei Millionen Euro. Wie ein Prager Gericht am Donnerstag entschied, bestehe für Enteignungen vor 1948 kein Anspruch auf Restitution. In diesem Jahr hatten die Kommunisten in der Tschechoslowakei die Macht übernommen.

Auf Grundlage der Beneš-Dekrete wurde Baťa 1947 vorgeworfen, mit den Nazis kollaboriert zu haben. 2007 wurde er von dem Vorwurf rehabilitiert. Nach dem Tod von Firmengründer Tomáš Baťa in den 1930er Jahren hatte er das Schuhimperium übernommen. Später wurde es verstaatlicht und im Ausland neu gegründet. Jan Antonín Baťa starb 1965 im Exil in Brasilien.

Mozarts Zauberflöte hat Premiere im Prager Ständetheater

Am Donnerstagabend feiert eine Neuinszenierung von Mozarts Zauberflöte im Prager Ständetheater ihre Premiere. Einstudiert hat die Oper Jaroslav Kyzlink, die Regie liegt bei Vladimír Morávek. Die Zauberflöte wird in der deutschen Originalfassung mit tschechischen Übertiteln aufgeführt. Die letzte Inszenierung der Oper im Ständetheater datiert aus dem Jahr 1993 und wurde 384 Mal gespielt. Zum ersten Mal dort zur Aufführung gebracht wurde die Zauberflöte am 25. Oktober 1792.

Biathlon: Weltpokal in Nové Město na Moravě ist ausverkauft

Die Veranstalter des Biathlon-Weltpokals erwarten am Wochenende in Nové Město na Moravě bis zu 90.000 Zuschauer. Von Freitag bis zum Sonntag werden jeden Tag rund 30.000 Fans zu den Wettbewerben kommen. Die glänzenden Ergebnisse der tschechischen Biathletinnen und Biathleten in den letzten Jahren haben in Tschechien einen regelrechten Biathlon-Boom ausgelöst. Der Präsident des Tschechischen Biathlon-Verbandes, Jiří Hamza, sagte, er hoffe, dass die tschechischen Sportlerinnen und Sportler durch den hohen Erwartungsdruck nicht nervös würden. Das Interesse für den Weltpokal sei atemberaubend, erklärte Hamza. 90 Prozent der Eintrittskarten seien in Tschechien verkauft worden, so der Verbandspräsident weiter.

Wegen der großen Nachfrage haben die Veranstalter die Kapazität der Zuschauertribünen im Stadion auf 17.000 Plätze erweitert. Die Karten für alle drei Tage sind ausverkauft. Die Zuschauer können auch entlang der Loipe stehen, dort ist der Eintritt frei.

Eishockey: Tschechien trifft in Euro Hockey Tour auf Russland

Die tschechische Eishockeynationalmannschaft trifft am Donnerstag in Karlovy Vary / Karlsbad im Rahmen der Euro Hockey Tour auf Russland. Der Assistent des Nationaltrainers, Jaroslav Špaček, sagte, die Spieler seien gut vorbereitet und wollten endlich gewinnen. Tschechen hat Russland zuletzt im Dezember 2013 besiegt. In Karlovy Vary muss das tschechische Team auf den erkrankten Stürmer Jan Kovář verzichten. Kovář, der beim KHL-Verein Metallurg Magnitogorsk unter Vertrag ist, ist der produktivste tschechische Spieler in der russischen Eishockeyliga. Eine weitere Partie gegen Russland steht im Rahmen der Euro Hockey Tour am Samstag in der Prager O2-Arena auf dem Programm.

Eishockey: Voráček ist produktivster Spieler der NHL

Der tschechische Stürmer Jakub Voráček ist zurzeit der produktivste Spieler der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL. In 51 Spielen sammelte der Spieler der Philadelphia Flyers bislang 58 Punkte für 17 Tore und 41 Assists. Zwei Punkte weniger hat Tyler Seguin von den Dallas Stars auf seinem Konto. Dritter in der Bestenliste ist aktuell Patrick Kane von den Chicago Blackhawks.

Von den anderen tschechischen Spielern liegt Jiří Hudler von den Calgary Flames mit 42 Punkten auf Rang 32, Ondřej Palát von Tampa Bay Lightning mit 36 Punkten auf Rang 52.

Floorball: Tschechische Frauen besiegen in WM-Qualifikation Großbritannien 20:0

Im ersten Qualifikationsspiel für die Floorball-WM besiegten die tschechischen Floorballspielerinnen am Mittwoch im slowakischen Nitra das Team Großbritanniens mit 20:0. Dies ist der höchste Sieg des Teams in der Geschichte. Die tschechischen Floorballspielerinnen treffen im nächsten Spiel am Donnerstag auf das Team Italiens. Die Floorball-WM findet im Dezember in Tampere in Finnland statt.

Das Wetter am Freitag, den 6. Februar

Am Freitag ist es in Tschechien überwiegend heiter bis wolkig mit schwachen Schneeschauern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -3 bis +1 Grad Celsius. In Höhenlagen ab 1000 Meter werden maximal -6 Grad Celsius erreicht. Dazu weht ein frischer Wind aus nordöstlicher Richtung. In den Höhenlagen im Nordosten können Sturmböen mit bis zu 110 Stundenkilometern auftreten, auch Schneeverwehungen sind möglich.