Täglicher Nachrichtenüberblick

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Nach Skandal um Obszönitäten: Präsident Zeman wechselt ins Privatradio

Nach einer Kontroverse um vulgäre Ausdrücke wechselt Staatspräsident Miloš Zeman mit seiner regelmäßigen Interviewsendung zu aktuellen Themen ins Privatradio. Der Prezidentský Pressklub (Presseclub mit dem Präsidenten) werde erstmals am 4. Januar ausgestrahlt, teilte der Sender Frekvence 1 am Sonntag mit. Im letzten Gespräch aus der Interviewreihe „Hovory z Lán“ im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Rundfunk hatte Zeman unter anderem bei einer Diskussion über die russische Punkband „Pussy Riot“ vulgäre Begriffe benutzt. Dem Sender brachte das eine Rüge des Rundfunkrats ein. Intendant Peter Duhan wollte daher auf eine Live-Übertragung verzichten, was der Präsident aber ablehnte.

Wirtschaftsanalytiker prognostizieren 2,5 Prozent Wachstum für 2015

Wirtschaftsanalytiker prognostizieren für das kommende Jahr in Tschechien ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von etwa 2,5 Prozent. Zugleich dürfte die Arbeitslosigkeit sinken. Bei der Inflationsrate gehen die Experten weiter von einem niedrigen Wert um ein Prozent aus. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die die Presseagentur ČTK unter Ökonomen mehrerer tschechischer Banken und Unternehmensberatungsfirmen getätigt hat. Bei der Arbeitslosigkeit werden demnach die Änderungen nicht durchschlagend sein. Der Hauptanalytiker der Raiffeisenbank, Michal Brožek, erwartet ein Sinken der Quote auf 7,2 Prozent gegenüber 7,7 Prozent in diesem Jahr.

Weniger Zuschauer bei Zemans Weihnachtsansprache als vor einem Jahr

Die Weihnachtsansprache von Staatspräsident Miloš Zeman haben dieses Jahr deutlich weniger Zuschauer verfolgt als noch 2013. Insgesamt waren es 800.000 Menschen, die am zweiten Weihnachtsfeiertag zuschalteten. Vor einem Jahr sprach Zeman noch zu 1,25 Millionen Menschen. Die Botschaft des Staatsoberhauptes war beim Privatsender Nova und beim öffentlich-rechtlichen Nachrichtenkanal ČT24 zu sehen gewesen. Vor einem Jahr hatte neben Nova der zuschauerstärkere erste Kanal des Tschechischen Fernsehens übertragen. Zeman brach damals mit der Tradition der Neujahrsansprachen. Diese hatten immer eine hohe Zuschauerquote gehabt. So verfolgten am 1. Januar 2003 fast 1,79 Millionen Menschen die letzte solche Rede des damaligen Präsidenten Václav Havel, und 1,53 Millionen Menschen schalteten die letzte Neujahrsansprache von Zeman-Vorgänger Václav Klaus ein.

Viele vor zwei Jahren amnestierte Häftlinge sind wieder im Gefängnis

Knapp zwei Jahre nach der großen Amnestie von Staatspräsident Václav Klaus ist knapp ein Viertel der damals Freigelassenen erneut im Gefängnis. Nach Informationen des Strafvollzugdienstes kamen im Januar 2013 insgesamt 6471 verurteilte Straftäter aus der Haft frei. Von diesen seien 1498 wieder inhaftiert, wie eine Sprecherin des Dienstes sagte. Václav Klaus hatte kurz vor Ende seiner letzten Amtszeit als Staatspräsident an Neujahr 2013 überraschend eine weitreichende Amnestie verkündet. Politiker jeglicher Couleur und Fachleute hatten den Umfang des Straferlasses kritisiert.

Tschechische EPH will Kraftwerke von E.on erwerben

Die tschechische Energie- und Industrieholding EPH hat den Kauf mehrerer Kraftwerke von E.on in Italien angeboten. Laut der Zeitung La Republica soll es sich um fünf Gas- und ein Wärmekraftwerk mit einer Gesamtleistung von 3500 Megawatt handeln. Grund für den Verkauf sollen die Schulden des deutschen Energiekonzerns sein. EPH betreibt sowohl Kraftwerke als auch Kohlegruben, über ihre Tochter EP Energy ist sie beispielsweise Eignerin der deutschen Mibrag.

Fußball: Rosický könnte zu Olympiakos Piräus wechseln

Der tschechische Fußballnationalspieler Tomáš Rosický könnte in der Winterpause den englischen Premier-League-Klub Arsenal London verlassen. Der griechische Champions-League-Teilnehmer Olympiakos Piräus habe „ernsthaft Interesse“ an dem Mittelfeldspieler, sagte Rosický-Berater Pavel Paska dem Nachrichtenserver Aktualně.cz. Laut englischen Medien bietet der griechische Verein drei Millionen Euro für den 34-Jährigen. Tomáš Rosický hat bisher in dieser Saison für Arsenal meist nur auf der Ersatzbank Platz genommen.

Eishockey: Tschechische Junioren unterliegen bei WM auch der Schweiz

Die tschechische U-20-Eishockeynationalmannaschaft bleibt bei der Weltmeisterschaft in Kanada weiter sieglos. Am Samstag unterlag sie im zweiten WM-Spiel in Toronto auch der Schweiz mit 2:5. Damit belegen die Schützlinge von Nationaltrainer Miroslav Přerost ohne Punkt den letzten Platz in Gruppe B. Tschechien hatte schon zum Auftakt gegen Schweden mit 2:5 verloren. Um die Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale zu wahren, muss das Team nun am Montag gegen Dänemark gewinnen.

Das Wetter am Montag, 29. Dezember

Am Montag ist es in Tschechien veränderlich bewölkt mit vereinzelt Schneefall. Im Süden schneit es häufiger. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -7 bis -3 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter liegen die Maximalwerte bei -9 Grad Celsius.