Täglicher Nachrichtenüberblick

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Tennis: Petra Kvitová holt zweiten Wimbledon-Titel

Die tschechische Tennisspielerin Petra Kvitová ist zweifache Wimbledon-Siegerin. Im Wimbledon-Finale besiegte sie am Samstag Eugenie Bouchard aus Kanada mit 6:3 und 6:0. Das Finalspiel dauerte nur 55 Minuten. Es sei herrlich, die Trophäe nach drei Jahren wieder zu gewinnen, sie wolle allen denjenigen danken, die ihr halfen, erklärte Kvitová bei der Siegerzeremonie. Eugenie Bouchard sagte nach dem Finalspiel, Petra habe zwei Wochen lang ununterbrochen phantastisch gespielt, es sei schwer gewesen, sich gegen sie durchzusetzen. Kvitová holte bereits 2011 den Wimbledon-Titel. Die 24-Jährige ist die zweite Tschechin in der Geschichte, die in Wimbledon mehr als einmal siegte. Zuvor gelang es nur Martina Navrátilová. Die neunfache Wimbledon-Siegerin Navrátilová gratulierte Kvitová nach dem Finale.

Kvitovás Heimatort Fulnek in Euphorie

Euphorie herrschte nach dem Sieg von Petra Kvitová in ihrem mährischen Heimatort Fulnek. Im Kulturzentrum der Stadt haben Hunderte von Kvitovás Fans das Finalspiel verfolgt. Die Bewohner von Fulnek hoffen, dass ihnen die Tennisspielerin die Trophäe aus Wimbledon bald zeigen wird. Der Bürgermeisterin Jana Mocová zufolge hat Fulnek für die Tennisspielerin auch eine Überraschung vorbereitet.

Am Wallfahrtsgottesdienst in Velehrad nehmen 30.000 Pilger teil

Der 5. Juli gilt in der Tschechischen Republik als Staatsfeiertag. An diesem Tag wird der Slawenapostel, der heiligen Kyrill und Method, gedacht, die 863 nach Mähren kamen. Die Feierlichkeiten zu Ehren der beiden Heiligen erreichten am Samstag mit einem Wallfahrtsgottesdienst im mährischen Velehrad ihren Höhepunkt. Der Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka erklärte in seiner Rede, der Glaube als eine Gottes Gabe stelle keine überholte Haltung dar, die man als eine religiöse oder politische Überzeugung bezeichnen könnte. Der Glaube als eine Art Gabe der heiligen Kyrill und Method an die slawischen Völker fordere auch Kenntnisse sowie Zustimmung, so Duka. Am Gottesdienst nahmen rund 30.000 Pilger nicht nur aus Tschechien, sondern auch aus Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn teil.

Künstler von Bischofskonferenz ausgezeichnet

Die tschechischen Bischöfe haben am Samstag im Wallfahrtsort Velehrad einige tschechische Künstler ausgezeichnet. Unter ihnen waren der Holzschnitzer Pavel Hladký und der Dichter Alois Volkman. Hladký schuf einen Kreuzweg für das Karl-Borromäus-Haus in Prag – Řepy. Bei der Gestaltung des Kreuzwegs inspirierte sich der Holzschnitzer von der Poesie des Dichters Alois Volkman. Zudem verlieh die Bischofskonferenz einige Gedenkmedaillen. Eine davon bekam der Seelsorger Václav Mašek, der sich Jahre lang um die im rumänischen Banat lebenden Tschechen kümmert.

Erlös vom Benefizkonzert in Velehrad wird drei NGOs helfen

Im mährischen Wallfahrtsort Velehrad fand am Freitagabend ein Benefizkonzert mit dem Titel „Abend der Menschen guten Willens“ statt. Unter den Mitwirkenden waren auch Theologiestudenten aus Sambia. Der Erlös des Konzerts, der etwa 1,8 Millionen Kronen (67.000 Euro) betrug, wird drei NGOs zugute kommen.

Mel Gibson übernimmt beim Filmfestival in Karlsbad Kristallglobus

Am Samstagabend wurde im westböhmischen Kurort Karlovy Vary / Karlsbad das 49. internationale Filmfestival eröffnet. Bei der Eröffnungszeremonie übernahm der amerikanische Filmschauspieler, Regisseur und Produzent Mel Gibson den Kristallglobus für sein Lebenswerk. Gibson sagte, es sei für ihn eine Ehre, am Karlsbader Festival teilzunehmen. Er sei von der Stadt sowie dem sehr herzlichen Empfang begeistert, so der Filmstar. An der Festivaleröffnung nahmen unter anderem Außenminister Lubomír Zaorálek und Kulturminister Daniel Herman teil.

Mel Gibson stellte später im Open-Air-Kino in Karlsbad den Film Mad Max aus dem Jahr 1979 vor. Vor der Filmvorstellung gab der Gibson zahlreiche Autogramme und fotografierte sich mit den Filmfans.

In Prag beginnt tschechisch-deutsch-jüdische Kulturfestival „Neun Tore“

In Prag beginnt am Samstag das tschechisch-deutsch-jüdische Kulturfestival „Devět bran“ (Neun Tore). Am ersten Festivalwochenende finden Konzerte im Waldstein-Garten auf der Prager Kleinseite statt. Am Samstag tritt dort unter anderem der israelische Musiker Shlomo Bar mit der Band Habrera Hativeet auf. Am Sonntag spielt im Waldstein-Garten beispielsweise die slowakische Kaschauer Klezmer Band. Der Eintritt ist frei.

Kanu-Sport: Prskavec holt Bronze auf U-23-EM

Der tschechische Kanute Jiří Prskavec hat am Samstag auf der U-23-EM im Kanu-Slalom in Skopje die Bronzemedaille im Kajak-Einer gewonnen. Erster war Rafal Polaczyk aus Polen, zweiter der Franzose Quentin Burgi. Prskavec gewann in diesem Jahr bereits die vierte Medaille.

Tennis: Juniorin Vondroušová scheitert in Wimbledon im Halbfinale

Die junge tschechische Tennisspielerin Markéta Vondroušová scheiterte im Halbfinale der Juniorinnen in Wimbledon. Am Samstag unterlag die 15-jährige Vondroušová im Halbfinale der 17-jährigen Lettin Jelena Ostapenko mit 1:6 und 2:6.

Das Wetter am Sonntag, 6. Juli

Am Sonntag ist es in Tschechien überwiegend heiter bis leicht wolkig, im Nordosten des Landes örtlich Regenschauer und Gewitter. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 26 bis 30 Grad Celsius. In 1000-Meter-Lagen werden 23 Grad Celsius erreicht.