Tschechien droht Rückzahlung von 240 Millionen Euro an Agrarsubventionen

Tschechien droht eine Rückzahlung von rund sechs Milliarden Kronen (240 Millionen Euro) an bereits ausgezahlten EU-Agrarsubventionen. Wie die Zeitung Mladá fronta DNES berichtet, untersuchte ein Audit der Europäischen Kommission, ob Fördermittel für dieselben Grundstücke an mehrere Nutzer gleichzeitig flossen. Das tschechische Landwirtschaftsministerium weist die Ergebnisse zurück und kündigte Widerspruch an.

Bis Jahresende kann Prag zu den Vorwürfen Stellung beziehen. Laut einem Ministeriumssprecher wird derzeit die tschechische Argumentation vorbereitet. Vor einer endgültigen Entscheidung der EU-Kommission folgen noch mehrere Verhandlungsphasen. Eva Češpiva, Sprecherin des Agrarinterventionsfonds (SZIF), betonte, Tschechien habe in der Vergangenheit bereits mehrfach negative EU-Auditergebnisse erfolgreich abwenden können.

Auslöser für die europaweiten Kontrollen der EU-Kommission waren Betrugsfälle mit Agrarsubventionen in Griechenland. Insgesamt erhielten tschechische Landwirte im vergangenen Jahr Subventionen in Höhe von 33,5 Milliarden Kronen (ca. 1,35 Milliarden Euro).