Tschechien lehnt extremistische Rhetorik im israelisch-palästinensischen Konflikt ab
Tschechien lehne extremistische Rhetorik ab, die die Chance auf eine gerechte und dauerhafte Lösung des Gaza-Konflikts untergrabe. Dies sagte Außenminister Jan Lipavský (Wahlbündnis Spolu) am Sonntag als Reaktion auf Äußerungen des rechtsextremen israelischen Ministers für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir. Dieser hatte bei einem Besuch auf dem Tempelberg in Jerusalem gefordert, dass Israel den gesamten Gazastreifen wiederbesetze und die palästinensische Bevölkerung „zur freiwilligen Auswanderung“ antreibe.
Wie Lipavský betonte, stütze sich Tschechien in seiner Außenpolitik auf internationales Recht. Jegliche Annexion oder erzwungene Umsiedlung sei aus dieser Sicht nicht hinzunehmen, so der Außenminister. Zudem wies er darauf hin, dass Prag eine Zweistaatenlösung unterstütze.
Des Weiteren kündigte Lipavský zusätzliche Hilfe für die hungernde Bevölkerung im Gazastreifen an. Demnach wird Tschechien vier Millionen Kronen (163.000 Euro) für das Welternährungsprogramm (WFP) bereitstellen.