Tschechiens Außenminister warnt vor Russlands Bestrebungen um Schwächung der Nato und der EU
Putin hat vor zwei Jahren einen groß angelegten neokolonialen Krieg gegen die Ukraine entfesselt. Die russische Aggression dauert jedoch schon zehn Jahre lang – seit 2014, als die russische Armee die Krim besetzte und einen bewaffneten Konflikt in der Ostukraine auslöste. Darauf machte der tschechische Außenminister Jan Lipavský (Piraten) in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung aufmerksam. Das Ziel Russlands sei es, die Ukraine zu besiegen und zu brechen und die Nato und die EU so weit wie möglich zu schwächen und den Westen und die Sicherheitsstruktur in ganz Europa zu untergraben, heißt es in der Erklärung. Darin wird betont, dass Tschechien an der Seite der Ukraine stehen und ihrer Regierung, Armee und ihren Bürgern die sämtliche notwendige Hilfe gewähren wird, solange die Ukraine diese benötigen wird.
Es sei, hieß es in dem Dokument, im Europas Interesse, dass die Ukraine Mitglied der EU und der Nato wird. Russlands Bestrebungen, die Staatsgrenzen mit Gewalt zu ändern, den Westen durch die Verbreitung von Fake News zu schwächen und in Drittländern Feindseligkeit gegenüber dem Westen zu schüren, muss laut dem Außenminister im Interesse aller demokratischen Länder entgegengewirkt werden.