Tschechiens Staatspräsident: Westliche Länder liefern der Ukraine nicht genügend Technik
Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat die ungenügende Hilfe der westlichen Länder der ukrainischen Armee kritisiert. Er bezeichnete es als bewundernswert, wie und mit welcher Entschlossenheit sich die Ukrainer gegen die russische Übermacht verteidigten. Das sagte Pavel in einer am Sonntag vom privaten TV-Sender Nova ausgestrahlten Sendung. Er betonte, während der vergangenen zwei Jahre sei es der Ukraine gelungen, einen Teil der von Russland annektierten Gebiete zurückzuerobern, die russische Flotte aus dem westlichen Schwarzen Meer zu verdrängen und die Kampffähigkeit der Armee sowie den Willen der Bevölkerung zur Selbstverteidigung aufrechtzuerhalten. Pavel zufolge waren die westlichen Länder nicht imstande, der Ukraine genügend Technik und Munition für eine erfolgreiche und schnelle Gegenoffensive zu liefern.
In der EU wurde dem Staatspräsidenten zufolge binnen der zwei Jahre kein einziger neuer Panzer hergestellt. Er betonte: “Wir haben ein Defizit nicht nur, was die Unterstützung für die Ukraine betrifft, sondern vor allem bei der eigenen Verteidigungsfähigkeit.” Russlands Krieg gegen die Ukraine wird nach Pavels Meinung nicht schnell beendet.