Tschechische Firmen wollen tendenziell eher Beschäftigte einstellen als entlassen

Tschechische Arbeitgeber wollen auch im vierten Quartal dieses Jahres mehr Arbeitnehmer anstellen als entlassen. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der Personaldienstleister Manpower unter 750 Arbeitgebern durchgeführt hat. Die Resultate wurden am Dienstag veröffentlicht.

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16 Prozent der Arbeitgeber wollen neue Arbeitskräfte einstellen, nur sechs Prozent der Arbeitgeber plant, die Mitarbeiterzahlen zu reduzieren. 77 Prozent der angesprochenen Firmen erklärten, dass sie im vierten Quartal keine Änderungen planten. Der Netto-Arbeitsmarktindex beträgt damit +10 Prozent.

In den meisten Branchen werden derzeit neue Arbeitnehmer in ähnlich hohem Tempo angestellt, wie dies schon 2018 der Fall war. Das sagte die Generaldirektorin von ManpowerGroup in Tschechien und der Slowakei, Jaroslava Rezlerová. Aktuell gebe es eine Rekordzahl von unbesetzten Arbeitsstellen hierzulande, so die Expertin. Die Corona-Pandemie habe jedoch den Arbeitsmarkt eingefroren, und dieser werde nur langsam wiederbelebt, fügte sie hinzu. Die Menschen wollen ihren Worten zufolge nicht freiwillig ihre Betätigung wechseln und die entsprechende Unsicherheit in Kauf nehmen.

Jaroslava Rezlerová | Foto: Prokop Havel,  Tschechischer Rundfunk

Laut Rezlerová ist es derzeit genauso schwierig, eine größere Zahl von Arbeitern und Lagerverwaltern wie von Programmierern zu finden. Die Suche nach Arbeitskräften mit technischer Ausbildung sei auf allen Ebenen kompliziert. Am meisten kämpfen laut der Expertin allerdings die Branchen Gastronomie, Unterkunft und Dienstleistungen darum, ihre Leute wieder zurückzuholen. Diese haben inzwischen meist Arbeit in anderen Bereichen gefunden.

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