Tschechischer Armutsbericht: Niedrige Löhne und wenig bezahlbarer Wohnraum

Die Armut in Tschechien wird vor allem durch einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum sowie durch ein niedriges Lohnniveau verschärft. Dies steht im Jahresbericht „Poverty Watch 2025“, der von dem tschechischen Landesbüro des europäischen Anti-Armuts-Netzwerkes (EAPN) verfasst und am Montag bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurde. Den Autoren zufolge sollte sich die Beschreibung der Armut in einem Staat nicht nur auf das Einkommen der Menschen beziehen, sondern auch auf weitere Faktoren wie die Kaufkraft, einen existenzsichernden Mindestlohn, die Wohnkosten oder auch eine mögliche soziale Ausgrenzung.

Laut den offiziellen Statistiken sind in Tschechien 9,5 Prozent der Menschen von Einkommensarmut betroffen. Deren Grenze liegt bei 60 Prozent des Medianeinkommens im Land. Damit gehört Tschechien in der EU zu den Staaten mit der geringsten Armutsrate.