Tschechischer Präsident Pavel: Ukraine muss in ihren Kriegszielen realistisch sein

Die Ukraine müsse in ihren Kriegszielen realistisch sein und akzeptieren, dass ein Teil ihres Territoriums vorübergehend unter russischer Kontrolle bleiben könnte. Dies sagte der tschechische Staatspräsident Petr Pavel am Dienstag in einem Interview für die New York Times. Laut dem ehemaligen Nato-General gibt es eine Reihe an Beispielen für Territorien, die zeitweise in der Hand Moskaus seien.

In der offiziellen Version fordert die Ukraine alle ihre Territorien einschließlich der Halbinsel Krim zurück, die ab 2014 von Russland annektiert wurden. Die Zukunft der Ukraine ist auch Thema bei der UN-Generalversammlung, an der unter anderem Petr Pavel teilnimmt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in seiner Rede vor der UNO am Mittwoch verstärkte militärische und politische Hilfe für sein Land fordern. Tschechien gilt zusammen mit Polen und den baltischen Staaten zu den größten Unterstützern Kiews.

Autor: Till Janzer