Verbrechen des Kommunismus: Ermittler fanden letztes Jahr 56 Straftäter
Tschechische Polizisten sind 2024 bei Ermittlungen zu Verbrechen des Kommunismus auf 56 Straftäter gestoßen. Gegen zehn davon wurden Strafverfahren eingeleitet. 36 Fälle mussten ad acta gelegt werden, weil die Täter inzwischen gestorben sind. In zehn weiteren Fällen war die Strafverfolgung entweder verjährt oder zwecklos. Dies folgt aus dem ersten Jahresbericht, der von der Behörde für die Dokumentation und Untersuchung der Verbrechen des Kommunismus (ÚDV) veröffentlicht wurde.
Die ÚDV-Behörde ist eine spezialisierte Polizeiabteilung, die sich auf unbestrafte Verbrechen aus den Jahren 1948 bis 1989 konzentriert, beispielsweise auf den Amtsmissbrauch oder auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Besonders schwere Verbrechen wurden am häufigsten von ehemaligen Angehörigen des kommunistischen Geheimdienstes StB verübt. Eine weitere wichtige Gruppe von Tätern bilden Offiziere der ehemaligen Tschechoslowakischen Volksarmee.