Verschwundenes Gemälde von Josef Čapek taucht bei Auktion in Tschechien auf

Josef Čapek, „Kvetoucí louka“ (Die blühende Wiese), 1937

Insgesamt 217 Kunstwerke waren bei der Auktion der Galerie Kodl am Sonntag in Prag angeboten worden, 95 Prozent davon wurden verkauft. Die Ausgangssumme von mehr als 124 Millionen Kronen (knapp 5 Millionen Euro) stieg auf mehr als 222 Millionen Kronen (8,9 Millionen Euro) an.

Das wiederentdeckte Gemälde von Josef Čapek (1887–1945), „Kvetoucí louka“ (Die blühende Wiese) aus dem Jahr 1937, wurde am Sonntag in der Galerie Kodl für 16,3 Millionen Kronen (660.000 Euro) versteigert. Dies gab die Prager Galerie bekannt. Das Werk ist damit das drittteuerste Gemälde von Čapek, das in Tschechien je versteigert wurde. Der Startpreis lag bei fünf Millionen Kronen (201.000 Euro). „Die blühende Wiese“ wurde erstmals 1938 in Prag ausgestellt, verschwand dann aber. Der Besitzer, der das Gemälde direkt von Josef Čapek erworben hatte, brachte es 1968 ins Exil in die USA, und erst seine Erben boten Čapeks Bild der Galerie an. „Nun ist das Gemälde also wieder in die Tschechische Republik zurückgekehrt. Ich freue mich, dass es von einem aufgeklärten Sammler erworben wurde, den ich sehr schätze“, sagte der Galerist Martin Kodl.

Václav Špála,  „Na Otavě“  (An der Otava),  1928 | Foto: Galerie Kodl

Nach Angaben der Galerie lieferten sich die Sammler im Saal einen erbitterten Kampf um das Gemälde „Na Otavě“ (An der Wottawa) von Václav Špála (1885–1946) Es wurde schließlich für 16,1 Millionen Kronen (650.000 Euro) verkauft. Das Ölgemälde auf Leinwand aus dem Jahr 1929 ist ein hervorragendes Beispiel für die sogenannte blaue Periode von Špála. Mit ihm wurde ein neuer Auktionsrekord für ein Werk Špálas aufgestellt.

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