Verteidigungsminister Zůna und Generalstabschef Řehka sprechen vor Befehlshabern der Armee

In Prag ist am Dienstag die Führung der tschechischen Armee bei der Sitzung der Befehlshaber zusammengekommen. Eröffnet wurde die Konferenz von Tschechiens Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos), der in seiner Rolle als Ressortchef zum ersten Mal an der Versammlung teilnahm. Zůna betonte in seiner Rede, die Sicherheit des Landes hänge nicht ausschließlich davon ab, wie hoch die Verteidigungsausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt seien. Weiter betonte er, dass die Kürzungen im Staatshaushalt keinesfalls die Modernisierungsvorhaben der Armee gefährdeten.

Zu den Rednern bei der Versammlung zählte am Dienstagmorgen auch Generalstabschef Karel Řehka. Dieser wird vermutlich im Sommer aus seinem Amt ausscheiden. Bei seinem Auftritt kritisierte Řehka die geplanten Einsparungen der tschechischen Regierung im Verteidigungssektor. Er betonte, dass sich die angespannte Sicherheitslage in absehbarer Zeit nicht bessern werde.

Die Befehlshaber der tschechischen Armee kommen zweimal im Jahr zu einer großen Sitzung zusammen. Beim letzten Treffen im Herbst vergangenen Jahres hatte auch Staatspräsident Petr Pavel zu den Armeespitzen gesprochen.