Weniger Unfälle an Zebrastreifen durch neues Gesetz

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Seit dem 1. Januar dieses Jahres gelten in Tschechien einige neue Gesetze. Eines davon verpflichtet die Autofahrer hierzulande, an einem Fußgängerüberweg, vom Volksmund Zebrastreifen genannt, den Fußgängern Vorrang zu gewähren. Das Fahrzeug muss halten und warten, bis die Passanten über die Straße gegangen sind. Somit wollte man Unfällen vorbeugen.

Jetzt im Juli, also genau ein halbes Jahr nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes, hat man eine Bilanz gezogen. Und die ist insgesamt positiv: Die Situation hat sich gebessert.

Zurückgegangen ist die Zahl der Unfälle zum Beispiel in Ceske Budejovice (Budweis). Dort sind in diesem Jahr, in Anführungszeichen "nur", zwei Menschen bei einem Fußgängerüberweg ums Leben gekommen. Auch im mährischen Ostrava (Ostrau) sinkt die Zahl der Unfälle mit Fußgängern an Zebrastreifen. Experten sehen als Grund für diesen positiven Trend gerade das neue Gesetz.

Nur die Stadt Prag steht in der Statistik schlecht da. In der tschechischen Hauptstadt ist die Zahl der Unfälle gestiegen - und das trotz des neuen Gesetzes, das ja eigentlich genau das Gegenteil bewirken sollte.

In den ersten sechs Monaten zählte man 134 Unfälle an Zebrastreifen, ein Jahr zuvor waren es in den ersten sechs Monaten nur achtzig. Dabei ist die Schuld zumeist bei den Autofahrern zu suchen. Die missachten das neue Gesetz und gewähren den Fußgängern eben keinen Vorrang.