Wirtschafts-Wochenüberblick: 2. bis 7. Januar

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Die erste Woche des neuen Jahres ist vergangen. Im Wirtschafts-Czech finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Meldungen aus der Tschechischen Ökonomie vom 2. Januar bis zum 7. Januar.

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Einen Tag nach Sylvester gaben die Tschechischen Bahnen den Kauf von bis zu 25 neuen Zügen für den Nah- und Fernverkehr bekannt. Dazu sollen zwei Rahmenverträge abgeschlossen, sagte Bahnsprecher Radek Joklík am Donnerstag gegenüber tschechischen Medien. Insgesamt seien dafür Ausgaben von knapp 3,9 Milliarden Kronen (142 Millionen Euro) geplant, so Joklík.

Die neuen Züge sollen die Konkurrenzfähigkeit der Bahn erhöhen. Sie seien für Strecken gedacht, die demnächst auch für private Anbieter ausgeschrieben werden sollen, bestätigte der Sprecher. Hintergrund ist eine erfolglose Bewerbung der Bahnen aus dem vergangenen Jahr. Damals konnte das Staatsunternehmen als einziges nicht die Bedingungen in der Ausschreibung für die Strecke zwischen Ostrava / Ostrau und Olomouc / Olmütz über Krnov / Jägerndorf erfüllen.


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Ende der vergangenen Woche folgten dann gute Nachrichten, denn auf die tschechische Wirtschaft wartet im Jahr 2014 eine Belebung. Davon gehen führende Analysten aus, die von der Presseagentur ČTK angesprochen wurden. Das Bruttoinlandsprodukt war im dritten Quartal vergangenen Jahres zwar unerwartet geschrumpft, doch die Experten rechnen nicht mit einer weiteren unangenehmen Überraschung.

Nach zwei schlechten Jahren soll die tschechische Wirtschaft im Jahr 2014 um mehr als zwei Prozent wachsen. Diese Annahme der Wirtschaftsanalysten in Tschechien beruht auf einer weltweiten wirtschaftlichen Belebung sowie auf einer Wende in der Haushaltspolitik durch die neue tschechische Regierung. Zuvor hatten die starken Kürzungen im Haushalt durch die damalige Regierung Nečas die Wirtschaftsentwicklung hierzulande gebremst.


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Am Montag dann wurden die Zahlen der Privatinsolvenzen in Tschechien bekannt gegeben. Dabei wurde im Jahr 2013 wurde ein neuer Rekordwert verzeichnet. Es gibt aber dennoch Hoffnung, denn die Zuwachsraten bei den Privatbankrotten sind rückläufig. Dies ist den Informationen des Czech Credit Bureau (CRIF) zu entnehmen.

Im vergangenen Jahr mussten hierzulande 19.165 private Schuldner Insolvenz anmelden. Dies sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden 26.169 Anträge für eine solche Zahlungsunfähigkeit gestellt, das waren rund 10 Prozent mehr als 2012 war. Die Möglichkeit privater Insolvenz besteht in Tschechien seit 2008. Die Gesamtzahl beläuft sich seitdem auf über 57.000. Anfangs wuchsen die Zahlen stark, seit einigen Jahren werden die Zuwächse jedoch geringer, wie die CRIF-Finanzanalytikerin Věra Kameníčková am Montag der Presseagentur ČTK mitteilte.


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Einen Tag später gab es dann gute Nachrichten für die tschechischen Angestellten. Etwa ein Viertel der tschechischen Firmen planen nämlich, im ersten Quartal 2014 den Lohn ihrer Leute anzuheben, 60 Prozent dieser Betriebe wollen die Gehälter sogar um mehr als nur einen Inflationsausgleich erhöhen.

Die Zahlen gehen aus einer Studie der ČSOB-Bank hervor, die im November 500 mittlere und kleinere Unternehmen zu Lohnerhöhungen im Jahr 2014 befragt hatte. Allerdings planen auch 15 Prozent der tschechischen Firmen, die Löhne im ersten Quartal 2014 zu senken, sieben Prozent wollen sogar Angestellte entlassen.