Zwangsprostitution: Tschechische Polizei ermittelt gegen Verbrecherbande
Die tschechische Polizei hat Ermittlungen gegen sechs Menschen eingeleitet, die russischsprachige Frauen in Tschechien zur Prostitution gezwungen haben sollen. Man ermittele gegen fünf Ausländer aus dem postsowjetischen Raum sowie gegen einen Tschechen, teilte am Montag die Nationale Polizeizentrale gegen organisiertes Verbrechen (NCOZ) mit.
Die Bande soll der Behörde zufolge 2023 ihre Tätigkeit aufgenommen haben. Den Frauen habe sie gut bezahlte Arbeit in Massagesalons angeboten. Die Opfer wurden jedoch zur Prostitution in Privatwohnungen gezwungen, wobei auch physische Gewalt als Druckmittel eingesetzt wurde. Der Gang wird nun Menschenhandel, Kuppelei und Vergewaltigung zur Last gelegt. Fünf der sechs Bandenmitglieder wurden in Untersuchungshaft genommen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen Haftstrafen von fünf bis zwölf Jahren.