Atomkraftgegner kritisieren Ergebnisse der Stresstests für tschechische AKWs

Atomkraftgegner aus Tschechien und Österreich kritisieren die Ergebnisse der Stresstests für die beiden tschechischen Kernkraftwerke Temelín und Dukovany. Die Meiler seien nicht auf schwere Störungen vorbereitet, zitiert die Presseagentur ČTK den Anti-Atom-Beauftragten des Landes Oberösterreich, Dalibor Stráský. Laut dem Bericht über die Stresstests wären die Atomkraftwerke zum Beispiel bei einer Kernschmelze nicht mehr zu beherrschen und es müsste damit gerechnet werden, dass dann Radioaktivität in die Umgebung entweiche, so Stráský. Die vorgeschlagenen Sicherheitsmaßnahmen in diesen Fällen bezeichnete der Anti-Atom-Beauftragte als „unrealistisch“. Die Stresstests waren von der Europäischen Union im vergangenen Jahr nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima angeordnet worden. In Tschechien hatten der Reaktorbetreiber ČEZ und das staatliche Amt für Reaktorsicherheit die Tests durchgeführt.

Autor: Till Janzer