Bitcoin-Affäre im tschechischen Justizministerium: Finanzminister soll vor Spende gewarnt haben
Der tschechische Finanzminister, Zbyněk Stanjura, soll Noch-Justizminister Pavel Blažek (beide Bürgerdemokraten) Medienberichten zufolge davor gewarnt haben, die Bitcoin-Spende in Höhe von einer Milliarde Kronen (40 Millionen Euro) anzunehmen. Wie die Tageszeitung Deník N am Montag schreibt, soll dies allerdings erst nach Unterzeichnung des Schenkungsvertrags erfolgt sein. Das Medium beruft sich dabei auf Äußerungen aus dem Finanzressort. Demnach soll Stanjura aber schon mehr als einen Monat zuvor von der geplanten Spende gewusst haben.
Blažek hat am Freitag wegen dieser Schenkung an sein Ressort seinen Rücktritt angekündigt. Die tschechische Polizei geht derzeit dem Verdacht nach, dass die Bitcoins aus kriminellen Geschäften im Darknet stammen könnten. Das Justizministerium hat die Spende in der Kryptowährung durch eine Versteigerung in Kronen umgetauscht. Das Ressort informierte am Montag, dass dieses Geld noch nicht eingesetzt worden sei.