Brand im Nationalpark: Hilfe kommt aus Polen, der Slowakei und Italien
An den Löscharbeiten im Nationalpark Böhmische Schweiz, wo seit Sonntag ein großer Brand wütet, beteiligen sich 79 Feuerwehreinheiten mit rund 320 Feuerwehrleuten. Nach Hřensko / Herrnskretschen sind auch Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten), Innenminister Vít Rakušan (Stan) und der Generaldirektor der Feuerwehr Vladimír Vlček gekommen, um sich vor Ort mit der Situation bekannt zu machen. Fiala dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. Innenminister Rakušan teilte den Medien in Hřensko mit, dass die Löhne der Feuerwehrleute und der Polizisten ab Januar nächsten Jahres um zehn Prozent aufgestockt werden. Dies bestätigte vor Ort auch Premier Fiala.
Im Rahmen des Zivilschutzmechanismus der EU ersuchte die tschechische Feuerwehr zuvor um drei Flugzeuge Canadair, die als Löschflugzeuge bei Waldbränden eingesetzt werden, und um zwei Hubschrauber. Polen reagierte mit dem Angebot eines Hubschraubers mit Besatzung, das die Feuerwehr akzeptierte. „Wir schätzen die Hilfe sehr“, teilte die Feuerwehr via Twitter mit. Hilfe hat auch die Slowakei versprochen, deren Feuerwehrleute bis Montag bei Löscharbeiten in Slowenien halfen. Mit Löschflugzeugen will auch Italien Tschechien helfen.
In der Umgebung von Hřensko sind neben den Feuerwehreinheiten aus dem Kreis Ústí nad Labem / Aussig auch Feuerwehrleute aus den Kreisen Pilsen, Pardubice, Mittelböhmen und Hradec Králové / Königgrätz im Einsatz.