Das Antonin-Dvorak-Theater in Ostrava wurde nach einer Rekonstruktion wieder geöffnet

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Nach anderthalb jähriger Renovierung ist das Antonin-Dvorak-Theater in Ostrava, das vom Mährisch-Schlesischen Nationaltheater verwaltet wird, wieder geöffnet. Mehr dazu im folgenden Beitrag von Martina Schneibergova, es liest Daniela Kralova.

Mit diesem Lied von Pavel Helebrand aus der Inszenierung "Das Goldene Vlies" wurde das Theater am Silvestertag feierlich geöffnet. An der Vorstellung, die nach dem gleichnamigen Roman des englischen Schriftstellers Robert Graves entstanden ist, beteiligten sich vier Ensembles des Mährisch-Schlesischen Nationaltheaters. Die Zuschauer konnten anlässlich der Premiere zum ersten Mal die erweiterten Räumlichkeiten des Foyers bewundern und auch die viel bequemeren Sitze ausprobieren. Über die Beweggründe für die Rekonstruktion des Theatergebäudes erklärte Sarka Honova vom Ostrauer Magistrat: "Das Theatergebäude war fast baufällig, durch das Hochwasser im Jahre 1997 wurde nicht nur die Statik des Gebäudes beschädigt, sondern es gab auch mit den technischen Einrichtungen Probleme. Die Gesamtkosten für die Rekonstruktion und den Ausbau des Antonin-Dvorak-Theaters betrugen 372 Mio. Kronen. Der Staat beteiligte sich daran mit 60 Mio. Kronen, so dass die Renovierung eine große Belastung für das städtische Budget darstellte."

Die Architekten ließen sich bei der Rekonstruktion durch die ursprünglichen Entwürfe inspirieren. Zusätzlich wurde viel für die Zuschauer getan, die Räumlichkeiten sind nunmehr klimatisiert, von den bequemeren neuen Sitzen war bereits die Rede. Auch die Qualität der Bühnentechnik hat sich bedeutend geändert. Bühnenmeister Jan Benek bemerkte dazu: "Heute ist alles hydraulisch, die Hälfte der Züge ist mit einem Motor ausgestattet. Die Tragkraft wurde damit auf 240 Kilo erhöht. Die Versenkung sowie die Drehbühne - alles ist computergesteuert und kann von einem einzigen Menschen gelenkt werden."

Das Theater wurde nicht nur rekonstruiert, zusätzlich wurde auch noch ein weiteres Objekt angebaut. Darüber freuen sich vor allem Theaterangestellte - denn es wurde auch ein neuer Probensaal errichtet, der gleichzeitig auch als Studio benutzt werden kann.

Autoren: Martina Schneibergová , Daniela Kralova
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