Der Staat subventioniert den Ausbau von Grünflächen und Spielplätzen in Neubaugebieten

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Die etwa dreißig Prozent der tschechischen Bevölkerung, die in den nicht mehr ganz neuen Neubausiedlungen leben, sollen in den nächsten Jahren eine Verbesserung ihrer Lebensqualität erfahren. Während es mit der Sanierung der einzelnen Plattenbauten aber in vielen Fällen etwas länger dauern kann, könnte die Umgebung ihrer Häuser aber schon bald sichtbare Schönheitsoperationen durchlaufen. Über das neue Vorhaben der tschechischen Regierung berichtet Daniela Kralova.

Kinderspielplätze, Bäume und Grünflächen, genügend Parkplätze und Fahrradwege - das sind die wichtigsten Verbesserungen, mit denen der Staat ab dem nächsten Jahr den Städten und Gemeinden bei der Erneuerung von Neubaugebieten aushelfen möchte. 200 Millionen Kronen (etwa 10 Millionen Mark) versprach die Regierung, fürs nächste Jahr zu diesem Zweck freizugeben.

Die Summe scheint nicht sehr hoch zu sein, hält man sich vor Augen, wie viele Neubaugebiete es hierzulande insgesamt gibt. Wie aber das Ministerium für regionale Entwicklung kundgab, soll in den darauffolgenden Jahren den Städten und Gemeinden zu diesem Zweck wesentlich mehr Geld zukommen. Wie die Sprecherin des Ministeriums Dagmar Placha sagte, läuft das Programm im ersten Jahr erst langsam an. Später, wenn die Bewohnerumfragen und Bauprojekte ausgewertet sind, wird die Regierung diesen Plan viel stärker subventionieren. In Zahlen ausgedrückt, heißt es, dass in etwa fünf bis zehn Jahren ungefähr das Zehnfache der heutigen Summe für die Erneuerung der Neubaugebiete freigegeben werden soll.

Ein anderes Projekt zur Verbesserung der Wohnsituation in den Plattenbauten startete die Regierung schon vor etwa zwei Monaten. Damals sollten aber die Hauseigentümer, die sich zur Hausreparatur entschließen, einige staatliche Vergünstigungen erhalten. Jetzt fließt das Geld den Gemeinden zu. Skeptiker sagen aber, dass dieses Geld auf keinen Fall ausreicht: Die versprochene Summe reicht nämlich nur etwa für die Erneuerung eines kleinen Neubaugebiets in einer tschechischen Kleinstadt.

Autor: Daniela Kralova
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