Ehemalige Angehörige des Grenzschutzes protestieren gegen geplanten Sudetendeutschen Tag in Brno
Ungefähr 100 Menschen haben am Samstag am Denkmal des Widerstandskampfes auf dem Prager Klárov gegen die Möglichkeit protestiert, den Sudetendeutschen Tag nächstes Jahr in Brno / Brünn zu organisieren. Ein Protest mit weniger Teilnehmern als in Prag fand auch in Brünn statt. Die Sudetendeutschen wurden von den Vertretern des Festivals Meeting Brno nach Tschechien eingeladen. Die Festivalveranstalter erklärten, es sei die höchste Zeit für ein Treffen von Sudetendeutschen und Tschechen in der Tschechischen Republik. Die Proteste in Prag sowie in Brünn wurden vom sogenannten „Verein des tschechischen Grenzgebiets“ (KČP) einberufen, dessen Mitglieder vor allem ehemalige Angehörige und Helfer des tschechischen Grenzschutzes sind. Der Verein installierte unter anderem vor einigen Jahren in Cínovec eine Statue, die einen kommunistischen Grenzsoldaten darstellt. Die Plastik wurde stark kritisiert. Der damalige Kreisrat Michal Kučera (Spojenci pro kraj) erklärte beispielsweise, es handele sich um eine Schändung des Andenkens an mindestens 272 getötete Zivilpersonen, die versucht hatten, aus dem totalitären Staat zu flüchten.
Der 75. Sudetendeutsche Tag fand in diesem Jahr in Regensburg statt. Der tschechische Bildungsminister Mikuláš Bek (Bürgermeisterpartei Stan) hielt auf dem Tag eine Rede.