Ein Hauch Afrika in Tschechien: die Yellow Sisters

Yellow Sisters (Foto: Robert Rambousek)

Die Yellow Sisters sind vier Sängerinnen aus Tschechien: Antonia, Hawa, Bára und Léňa. Sie taten sich 2005 zusammen. Alle vier verbindet die Liebe zur afrikanischen Kultur. Für ihre Songs schöpfen sie aus afrikanischen Klängen, aber auch aus dem Soul oder Reggae. Weil sie selbst jedoch nicht gut genug Instrumente spielen, sind die Yellow Sisters ein A-cappella-Projekt. Was aber nicht heißt, dass die Sängerinnen für manche Stücke nicht auch Gastmusiker einladen.

Yellow Sisters  (Foto: Robert Rambousek)
Die Yellow Sisters singen auf ihren ersten beiden Alben meist englisch, aber auch auf Suaheli, Spanisch, Französisch und in ihrer tschechischen Muttersprache. Mehrfach waren sie auch schon in deutschsprachigen Ländern unterwegs, eine Woche haben sie zum Beispiel im BKA-Theater in Berlin gastiert, oder sie haben in der Tschechischen Botschaft in Wien gesungen. In Prag veranstalten sie regelmäßig Improvisationsabende im Café Rybanaruby.

Bisher haben die Yellow Sisters drei Alben herausgebracht. Nach den Afrika-inspirierten Veröffentlichungen von 2006 und 2010 erhielt ihr drittes Album - das im vergangenen Jahr erschienen ist - eine andere Ausrichtung: Es ist eine Platte für Kinder mit ausschließlich tschechischen Texten, wie gewohnt aber mit dem vierstimmigen A-Capella-Gesang. Nun peilen die Yellow Sisters ein neues Ziel an: Amerika. Auf der nächsten CD sollen Lieder der Indianer erklingen.

Autor: Till Janzer
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