EU-Bericht: Tschechien gehört weiterhin zu den größten Unfallsündern

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Die Europäische Kommission ist bekannt dafür, dass sie anhand von Berichten, Dossiers und Statistiken alle EU-Mitgliedsländer regelmäßig auf Spitzenwerte oder aber Versäumnisse in den unterschiedlichsten Bereichen aufmerksam macht. Einer der jüngsten Berichte aus Brüssel befasst sich mit der Statistik der Verkehrsunfälle in den 25 Mitgliedsstaaten. Und wie leider kaum anders zu erwarten kommen die neuen EU-Länder mit Ausnahme der Slowakei in diesem nicht besonders gut dabei weg.

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Die Europäische Kommission ist bekannt dafür, dass sie anhand von Berichten, Dossiers und Statistiken alle EU-Mitgliedsländer regelmäßig auf Spitzenwerte oder aber Versäumnisse in den unterschiedlichsten Bereichen aufmerksam macht. Einer der jüngsten Berichte aus Brüssel befasst sich mit der Statistik der Verkehrsunfälle in den 25 Mitgliedsstaaten. Und wie leider kaum anders zu erwarten kommen die neuen EU-Länder mit Ausnahme der Slowakei in diesem nicht besonders gut dabei weg. Der EU-Kommissar für Verkehr Jacques Barrot erklärt, woran das liegen dürfte:

"Der Fahrzeugbestand in den neuen Mitgliedsländern verbessert sich zwar ständig, aber die Autofahrer sind nicht sehr aufmerksam und rücksichtsvoll. Und sie fahren ziemlich schnell auf Straßen, die dafür nicht projektiert wurden und somit sehr gefährlich sind."

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In Tschechien hat sich im vergangenen Jahr die Anzahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Personen zwar um 88 gegenüber dem Jahr 2004 auf insgesamt 1127 Verkehrstote verringert, doch mit statistisch gerechnet rund elf Verkehrstoten auf 100.000 Einwohnern liegt man immer noch im oberen Negativbereich. Zum Vergleich: Österreich und Deutschland hatten im Jahr 2004 lediglich 7,9 bzw. 7,1 Unfalltote je 100.000 Einwohner zu beklagen. In Tschechien erhofft man sich daher mit der Einführung der neuen StVO zum 1. Juli dieses Jahres, deren Bestandteil auch das Strafpunkte-System ist, eine weitere Verbesserung der Fahrweise und Rücksichtnahme von Fahrzeugführern im Straßenverkehr.