Experten warnen vor betrügerischer Online-Werbung
In Tschechien wurden in letzter Zeit immer mehr falsche Onlineshops aufgedeckt. Experten fordern die Käufer deshalb auf, vorsichtig zu sein.
Die Werbung für billige Sportbekleidung oder Küchenartikel kann in den sozialen Netzwerken oft sehr verlockend wirken. Denn häufig handelt es sich um bewährte tschechische Markenprodukte: Sportissimo, SuperZoo oder beispielswese Tescoma – all das sind Firmen, für die sich die Betrüger ausgeben.
Alena erzählte in den Inlandsendungen des Tschechischen Rundfunks, sie habe zuletzt den Onlineshop von Tescoma, einem bekannten tschechischen Hersteller für Küchenausstattung, besucht.
„Es gab dort große Rabatte, aber nur bis heute, wie dort stand. Der Topf, den ich kaufen wollte, kostet normalerweise über 5000 Kronen. In diesem Onlineshop wurde er für 1500 Kronen angeboten, jedoch eben nur bis Mitternacht. Der Zeitdruck spielt für die Menschen sicher eine Rolle.“
Alena bezahlte schließlich nicht – im Unterschied zu zahlreichen anderen Kauflustigen, die um ihr Geld gebracht wurden. Jan Vetyška ist Exekutivdirektor des Verbandes für E-Commerce (APEK). Er meint, die Käufer würden von vermeintlich günstigen Angeboten häufig auf Facebook erfahren.
„Bei der klassischen Suche mit einer Suchmaschine sollten diese betrügerischen Websites nicht auftauchen. Es gibt sie jedoch auf bezahlten Werbekanälen, meistens in den sozialen Netzwerken.“
Auf den Fake-Websites findet sich laut dem Experten nicht nur Reklame für überraschend billige Waren, sondern auch eine große Menge Rechtschreibfehler. Die Betrüger zwingen die Menschen zudem dazu, ihre Kreditkartendaten einzugeben. Dadurch erhalten sie nicht nur das Geld für die vermeintlichen Waren, sondern auch uneingeschränkten Zugang zum Konto des Käufers.
Radek Šalša vom tschechischen Bankenverband sagt, wenn jemand von verdächtigen Transaktionen auf seinem Konto erfährt, solle er sich gleich an seine Bank wenden.
„Die Karte muss möglichst schnell blockiert und die Bank kontaktiert werden. Man muss sie informieren, dass das Konto gefährdet ist. Die Bank friert das Konto dann ein, solange die Situation nicht geklärt ist.“
Zudem wird den Menschen empfohlen, sich auch an die Polizei zu wenden. Einige betrogene Online-Käufer haben dies zuletzt gemacht: Sie reichten Strafanzeigen gegen die gefälschten Websites ein. Um gar nicht erst betrogen zu werden, kann man sich auch vorab über verdächtige Onlineshops informieren. Eine entsprechende Liste findet sich auf der Website der Tschechischen Handelsinspektion (ČOI).







