Fistein: Sozialdemokraten und Kommunisten werden linken Block bilden

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Nach den am vergangenen Sonntag in Tschechien erfolgten Wahlen zu den Landkreisvertretungen und zum Senat wurde viel über die mit 34 Prozent ziemlich geringe Wahlbeteiligung im Lande diskutiert. Nach dem für viele tschechische Bürger als überflüssig angesehenen Senat scheint sich die Bevölkerung auch mit der Verwaltungsreform und den dabei neu geschaffenen Landkreisen nicht so recht anfreunden zu können. Radio Prag sprach daher mit dem angesehenen Publizisten von Radio Freies Europa und langjährigen Kenner der tschechischen politischen Szene, Jefim Fistejn, zu diesen Wahlerscheinungen.

Zur Frage über die Notwendigkeit der Verwaltungsreform sagte Fistejn:

Die Realität scheint Fistejns Worte bereits eingeholt zu haben. Denn bereits in der Nacht zum Mittwoch verständigten sich der sozialdemokratische Parteichef Milos Zeman und der Vorsitzende der Kommunisten, Miroslav Grebenicek darauf, dass beide Parteien beim bevorstehenden zweiten Wahlgang zu den Senatswahlen den jeweils gegen das konservative Lager antretenden Kandidaten einer ihrer Parteien unterstützen werden. Darüber hinaus wollen Sozialdemokraten und Kommunisten in drei Landkreisen eng zusammen arbeiten, wobei sie im Landkreis Usti nad Labem/Aussig als Koalition einer regierungsfähige Mehrheit bilden würden.