Großbrand in der Böhmischen Schweiz – 500 Kräfte und sieben Hubschrauber im Einsatz

Die tschechische Feuerwehr hat am Sonntag gegen einen Waldbrand im Nationalpark Böhmische Schweiz weiter gekämpft. Das Feuer war am Samstagnachmittag in Rynartice, einem Ortsteil der Gemeinde Jetřichovice, ausgebrochen. Eine Fläche von rund einem Quadratkilometer wurde erfasst. Am Sonntagabend wurde gemeldet, das Feuer breite sich nicht weiter aus, aber zwei der vier Brandherde berieten weiterhin Probleme.

Die Zahl der Einsatzkräfte wurde am Sonntag auf rund 500 aufgestockt. Zudem werfen sieben Hubschrauber Wasser aus der Luft ab, wobei auch die Armee und die Polizei helfen. Probleme bereite das unzugängliche Gelände, der Wind, die hohe Temperatur und das brennbare Material, denn auf diesem Quadratkilometer gäbe es etwa 400 bis 500 Kubikmeter Holz, sagte der Generaldirektor der Feuerwehr, Vladimír Vlček, am Sonntagmorgen der Presseagentur ČTK.

Im Sommer 2022 war es zum bisher größten Waldbrand in der Geschichte des Nationalparks gekommen. Mehr als 1000 Hektar standen damals in Flammen, der Kampf der über 6000 Einsatzkräfte gegen das Feuer dauerte drei Wochen lang. Der NP Böhmische Schweiz grenzt unmittelbar an die Sächsische Schweiz.

Wegen der langanhaltenden Trockenheit warnt das Tschechische Hydrometeorologische Institut (ČHMÚ) vor einer erhöhten Gefahr von Wald- und Flurbränden. Die Warnung gilt in weiten Teilen des Landes bis Mittwoch.