Hentai Corporation – Thrash-Rock´n´Roll aus Prag

Hentai Corporation (Foto: Offizielle Webseite der Band)

Die Band Hentai Corporation ist für ihre unbändige Bühnenshow bekannt. Lange waren die Jungs aus Prag aber vor allem einer eingeschworenen Fan-Gemeinde ein Begriff, doch das ändert sich, seit sie auch ein eigenes Album auf dem Markt haben.

Hentai Corporation (Foto: Offizielle Webseite der Band)
Die Hentai Corporation besteht bereits seit knapp zehn Jahren. Gegründet wurde sie von den Brüdern Radek und Petr Škarohlíd, dem Frontmann der Band und dem Gitarristen. Beide schreiben zusammen auch alle Songs. Des Weiteren dabei sind Keyboarder František Koucký, Schlagzeuger Zdeněk Šťáva und Bassist Matouš Duraj. Ihre Musik nennen sie selbst Thrash-Rock´n Roll, doch außer Thrash Metal und 60er-Jahre-Psychodelic-Rock lassen sich noch Anklänge vieler weiterer Stile erkennen – wie zum Beispiel Art Rock oder sogar Jazz. Erinnerungen an Frank Zappa kommen da in einigen Passagen auf, zumal ihr Debütalbum einen Titel hat, der vom 1993 verstorbenen amerikanischen Musiker stammen könnte. Die Platte heißt nämlich „The Spectre of Corporatism: Attacking A Giant Tree Monster Who Has A Vagina And Holds Hitler Hostage“.

Dieses bisher einzige Album von Hentai Corporation ist im vergangenen Jahr erschienen. Zuvor hatte das Quintett nur eine EP veröffentlicht, Doktor Zaius, und das 2011. Aber die EP war bei den Musikkritikern auf großen Anklang gestoßen. Außerdem kam 2012 eine Single heraus. Dennoch ist die Band vor allem live ein Erlebnis. Da lassen die Jungs sozusagen die Sau raus und nehmen auch kein Blatt vor den Mund, was heißt, dass sie zum Beispiel mit viel Lust über die Größen der tschechischen Popmusik herziehen.

Equilibristic Brides (Foto: Offizielle Webseite der Band)
Ähnlich verrückt wie die Live-Auftritte ist auch der erste Videoclip von Hentai Corporation. In Equilibristic Brides jagt ein gutes Dutzend splitternackter Männer mit Bibermasken die Mitglieder der Band durch einen Wald. Der Kommentar der Musiker dazu lautet, dass die tschechischen Wälder auch nicht mehr das seien, was sie früher einmal waren.

Autor: Till Janzer
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