„Ich möchte meine Zeit auf dem Court genießen“ – Wimbledon-Siegerin Nosková im Prager Funkhaus
Am vergangenen Samstag ist Linda Nosková Wimbledon-Siegerin geworden. Im Finale des ältesten Tennisturniers der Welt setzte sich die 21-Jährige gegen ihre acht Jahre ältere Landsfrau Karolína Muchová durch. Nach der Rückkehr in ihre Heimat steht Nosková im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit aller Medien. So war der umjubelte tschechische Tennisstar am Dienstag im Prager Funkhaus zu Gast und hat auch mit Radio Prag International gesprochen.
Das prestigeträchtige Rasenturnier in London ist für seine besondere Atmosphäre bekannt. Auf der Tribüne wimmelt es von Prominenten aus allen möglichen Bereichen, und auch die königliche Familie lässt sich Wimbledon nie entgehen. So war es auch beim rein tschechischen Damen-Finale am vergangenen Samstag, das letztlich Linda Nosková für sich entschied. Wie hat sie es unter diesen Umständen geschafft, eine Leistung auf allerhöchstem Niveau zu bringen?
„Es versteht sich von selbst, dass dies eines der wichtigsten Spiele meiner bisherigen Karriere war. Deshalb musste ich mich ganz auf mich selbst konzentrieren. Nach dem zweiten Satz musste ich mich neu sortieren und durch den Tag navigieren wie auch schon durch die vorangegangenen Tage.“
Tschechische Tennisspielerinnen dominieren ihre Sportart bereits seit einiger Zeit. Drei der letzten vier Finalistinnen in Wimbledon waren Tschechinnen und haben das Turnier gewonnen. Steckt da etwas im Wasser in der Tschechischen Republik? Wie lässt sich das erklären? Linda Nosková:
„Wir haben tatsächlich eine erfolgreiche Geschichte im Tennis, besonders bei den Grand-Slam-Turnieren und auch in Wimbledon. Ich würde also sagen, dass es für uns junge Spieler immer einfach ist, auf die Geschichte zu blicken und uns zu sagen: ‚Wir können es versuchen. Wenn sie es geschafft haben, warum nicht auch wir?‘“
Linda Nosková ist erst 21 Jahre alt. Was ist ihr nächster großer Traum? Sie meint:
„Ich habe nicht wirklich konkrete Träume. Ich sage mir nicht, dass ich dies oder jenes erreichen will – beispielsweise in den nächsten Wochen die Nummer eins der Welt zu werden. Das ist einfach nicht mein Stil. Ich gehe mit meinen Erwartungen an mich selbst eher locker um. Aber ich möchte meine Zeit auf dem Platz genießen. Wenn ich bereit bin, wieder auf dem Court zu stehen, bin ich am glücklichsten.“
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