Im Briefkasten: „Mein Radio Prag International“ und ein tschechischer Rekordfund in Albanien
Wieder einmal wird aus Ihren Briefen zitiert, eine Hörer-Frage wird beantwortet, und dazu wollen wir Ihnen auch die Ansprache eines Hörers bieten.
Im siebten Hörerforum dieses Jahres fangen an mit der Quiz-Frage für den Juli:
„Die Auslandssendungen wurden viele Jahrzehnte lang über Kurzwelle verbreitet. Von welchem Sendemast in Tschechien wurde das Signal von Radio Prag ausgestrahlt, und zwar von den 1950er Jahren bis 2011, als die Kurzwellensendungen fast komplett eingeschränkt wurden?“
Schreiben Sie uns den Namen der Stadt, an deren Rande der Mast stand, an [email protected].
Im Juni wollten wir wissen, in welchem Jahr Radio Prag ans Netz ging und begann, Nachrichten in allen Sendesprachen auf seiner Website anzubieten. 1994 ist die richtige Antwort. Ein Sachpreis geht unter anderem an Nadin Hubrich aus Deutschland. Herzlichen Glückwunsch!
Um die Kurzwelle geht es nicht nur in der aktuellen Quiz-Frage, sondern auch in der ersten Zuschrift, aus der wir heute zitieren wollen. Nijat Imranli schrieb uns:
„Ich interessiere mich seit vielen Jahren für Radioempfang und Fernempfang auf Kurzwelle. Dieses Hobby begann während meiner Zeit in Baku, Aserbaidschan, und ich führe es seit meinem Umzug nach Berlin weiter. Gestern habe ich versucht, Ihre Sendungen auf Kurzwelle zu empfangen. Leider war es mir nicht möglich, ein Signal von Radio Prag zu empfangen, auch nicht über verschiedene SDR-Empfänger in der Region. Aus diesem Grund würde ich gerne höflich nachfragen, ob Ihre Kurzwellenübertragungen derzeit noch aktiv sind.“
Die Ausstrahlung des deutschsprachigen Programms über Kurzwelle wurde zum 31. Januar 2011 eingestellt. Weiterhin können die Sendungen von Radio Prag International in englischer und spanischer Sprache aber über Radio Miami International empfangen werden. Diese Antwort bekam Herr Imranli von uns und reagierte:
„Es ist zwar schade, dass das deutschsprachige Programm nicht mehr über Kurzwelle ausgestrahlt wird, dennoch freue ich mich, dass die englische und spanische Redaktion weiterhin über WRMI zu hören sind. Tatsächlich konnte ich beide Sprachdienste bereits empfangen. Darüber hinaus höre ich seit vielen Jahren die russischsprachigen Sendungen von Radio Prag International über WRN. Dadurch hatte ich auch nach dem Ende der deutschsprachigen Kurzwellenausstrahlungen weiterhin die Möglichkeit, Ihre Programme zu verfolgen.“
Immer wieder sind für uns die Informationen von großer Bedeutung, welche Themen Sie in unseren Sendungen interessant finden. Thomas Völkner aus Nackenheim hat uns zwei Empfangsberichte geschickt, die wir mit den QSL-Karten aus der aktuellen Motivserie zum 90. Jubiläum von Radio Prag International belohnen werden. Und dazu schreibt er:
„Schöne Grüße zum Sommerbeginn aus dem Rhein-Main-Gebiet. Daneben natürlich auch Dankeschön für die spannende und gut gemachte Berichterstattung, die ich gerne verfolge. Neben dem Countdown zum tschechischen Gastlandauftritt bei der Frankfurter Buchmesse interessiert mich aktuell die Begleitung der Fußball-Weltmeisterschaft. Ich bleibe wie immer ‚auf Empfang‘.“
Michael Lindner aus Gera hat uns pünktlich zum meteorologischen Sommeranfang herzliche Grüße und die besten Wünsche für eine sonnige, erholsame und schöne Sommerzeit geschickt.
„Ich danke Euch für Eure täglichen deutschsprachigen Sendungen, die ich nach wie vor mit großem Interesse verfolge und förmlich wie ein Schwamm aufsage. Ganz nebenbei erhalte ich dabei immer wieder interessante Anregungen für künftige Reisen nach Tschechien. Einige davon konnte ich bereits verwirklichen, andere stehen noch auf meiner Warteliste.“
Entdeckung in Albanien
Herr Lindner wendet sich auch mit einer Frage an uns:
„Durch Zufall habe ich erfahren, dass tschechische Wissenschaftler in Albanien den angeblich größten unterirdischen Mineralsee der Welt entdeckt haben. Falls Ihr darüber noch nicht berichtet habt, würde ich mich sehr über nähere Informationen freuen. Welcher Zufall führte zu dieser Entdeckung? Wie weit sind die Forschungen über die Entstehungsgeschichte des Sees fortgeschritten? Gibt es bereits Erkenntnisse über die chemische Zusammensetzung des Wassers? Und könnte dieses möglicherweise sogar für therapeutische oder heilende Zwecke genutzt werden?“
Wir haben bereits im Februar 2025 kurz über diese Entdeckung berichtet. Demnach waren Forscher bereits im Jahr 2021 auf das Höhlensystem an der Grenze zwischen Albanien und Griechenland gestoßen. Später kartographierten sie es und erstellten ein 3D-Modell.
Dieser Fund, der auch in einer Reportage des Magazins National Geographic beschrieben wurde, war das Ergebnis von Zufall, Ausdauer und jahrelanger Expertenforschung unter der Leitung des Höhlenforschers Marek Audy. Dieser war ursprünglich als Kajakfahrer in der Region unterwegs. Beim Betrachten der umliegenden Landschaft bemerkte er jedoch Ähnlichkeiten zu Gebieten mit Thermalhöhlen, was ihn zu weiteren Erkundungen inspirierte. Bei der späteren Erforschung der Thermalquellen entdeckte sein Team eine 127 Meter tiefe Schlucht, die den Namen „Atmos“ erhielt. Auf ihrem Grund bestätigten Wissenschaftler eben die Existenz des größten bekannten Thermalsees der Welt und benannten ihn „Neuron“ – mit dem Hinweis auf die tschechische Stiftung Neuron, die die Expedition finanziert hatte.
Dabei musste das Team viele logistische und gesundheitliche Hürden überwinden, wie etwa das Vorkommen gefährlicher Gase. Die Entdeckung ist ein bedeutender Beitrag zur hydrologischen und geologischen Erforschung der Region. Überlegungen zu einer therapeutischen oder anderen Nutzung sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch verfrüht.
„Mein Radio Prag International: Sie haben das Wort!“
Im letzten Teil der Sendung geben wir unserem Hörer Kai Weber aus Kirchentellinsfurt das Wort. Er hat auf unseren Aufruf aus Anlass unseres 90jährigen Geburtstags reagiert und uns seine eigene Geschichte mit Radio Prag International erzählt: Die Ansprache von Kai Weber können Sie sich auch als Video auf unserer Website anschauen, und zwar unter: „Mein Radio Prag International: Sie haben das Wort!“ Dort finden Sie den Text auch in schriftlicher Form. Vielen herzlichen Dank, Herr Weber, für Ihre Worte!
Und das war’s für heute. Schreiben Sie uns bitte weiter! Unsere Adresse lautet: Radio Prag International – Deutschsprachige Redaktion, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Oder Sie schicken eine E-Mail an: [email protected]. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften sowie Audio- und Video-Beiträge.
Verbunden
-
„Mein Radio Prag International“: Sie haben das Wort!
Anlässlich seines 90-jährigen Jubiläums startet Radio Prag International die neue Mitmach-Reihe „Mein Radio Prag International“.










