Indien hofft auf mehr Investitionen und Knowhow aus Tschechien

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Tschechische Unternehmer sollen dazu beitragen, die indische Wirtschaft noch mehr in Schwung zu bringen. Dazu erhofft sich das asiatische Land vor allem Knowhow und Investitionen beim Ausbau der nationalen Infrastruktur, die für die neue Regierung des Landes große Priorität habe. Das erklärte der indische Botschafter in Tschechien, Venkatesan Ashok, auf einem Seminar vor Wirtschaftsvertretern aus Ostrava / Ostrau, das jüngst in der mährisch-schlesischen Industriestadt durchgeführt wurde.

Indische Eisenbahn (Foto: Superfast1111, Wikimedia CC BY-SA 3.0)
Eine immense Bedeutung für die Verbesserung der Infrastruktur haben der Ausbau und die Modernisierung der indischen Eisenbahn. Laut Botschafter Ashok habe die indische Bahn das größte Streckennetz der Welt. 12.500 Züge befördern täglich 24 Million Reisende, und für die weitere Gewährleistung dieses hohen Transportaufkommens müsse nahezu alles modernisiert werden: der Waggonpark, die Strecken, Brücken und Signalanlagen. Für die Modernisierung der Bahn und den verbesserten Zugang zu den Häfen wolle die indische Regierung mehr als 83 Milliarden Dollar investieren, sagte Ashok.

Venkatesan Ashok (Foto: ČT24)
Zu den Wirtschaftszweigen in Indien, in die auch tschechische Unternehmer investieren könnten, gehören des Weiteren die Stromerzeugung und das System einer Wasserreinigung mittels Kläranlagen. Nach Aussage des indischen Botschafters suchen indische Unternehmen zudem tschechische Produzenten von Spitzentechnologie, die ihnen eine Plattform für den Export mit Europa anbieten könnten. Ashok nannte dann auch mehrere große tschechische Firmen, die bereits in Indien tätig sind oder sich für aktuelle Aufträge beworben haben. Namentlich seien das die Firmen Sigma pumpy, Vítkovice, Tatra, Škoda Power Doosan und Škoda Transportation.

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Botschafter Ashok würdigte die Tatsache, dass Indien zu den zwölf Ländern mit höchster Priorität zähle, mit denen die Tschechische Republik den Handel erhöhen und die wirtschaftliche Integration verbessern wolle. Er sprach die Überzeugung aus, dass das Seminar den langjährigen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen beider Länder einen neuen Impuls gegeben habe. Das Seminar sah er zudem als Türöffner für weitere Investitionen von tschechischen Unternehmen in Indien an.