Internationaler Tag der Unterstützung von Folteropfern

Happening auf dem Prager Platz Jiriho z Podebrad, Foto:CTK

Auch in Prag wurde am Mittwoch der internationale Tag zur Unterstützung von Folteropfern begangen. Dagmar Keberlova berichtet.

Happening auf dem Prager Platz Jiriho z Podebrad, Foto:CTK
Auf dem Prager Platz Jiriho z Podebrad hat am Mittwoch die internationale Menschenrechtsorganisation Amnesty International ein Happening veranstaltet, mit dem Ziel, auf die fortdauernde Folter in der Welt hinzuweisen. Die Veranstaltung fand aufgrund des von der UNO auf den 26. Juni festgelegten Internationalen Tages zur Unterstützung von Folteropfern statt.

Die Sprecherin der tschechischen Zentrale von Amnesty International sagte anlässlich der Veranstaltung:

"Die meisten Fälle von Folter treten in Ländern auf, wo noch Diktatur jeglicher Art herrscht - in China, auf Kuba und in arabischen Ländern. Es gibt verschiedene Arten von Folter, sei es physisch oder psychisch, was auch häufig vorkommt. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Druck auf internationale Institutionen und Personen in Spitzenpositionen auszuüben, die die bestehende Situation ändern können."

Die Sprecherin von Amnesty International in Tschechien, Michaela Sabova, sagte des weiteren, dass die Herstellung und der Verkauf von Folterinstrumenten ein gutes Geschäft seien, dem sich vor allem Firmen in den Industrieländern widmen. Sie führte weiter aus, dass die Regierungen der Industrieländer daher für den Missbrauch dieser Instrumente mitverantwortlich wären.