Jugend siegt: Anděl-Preisgewinner Lenny, Thom Artway und Jelen

Lenny, foto: YouTube

Und die Gewinnerin ist… Lenny. Die junge Rocksängerin hat beim Musikpreis Anděl vor zwei Wochen ganz groß abgesahnt. Aber es gab auch noch zwei weitere Sieger der Preisverleihung.

Lenny (Foto: YouTube)
Lenny holte insgesamt vier Auszeichnungen: als beste Sängerin des Jahres, für das beste Album, den besten Song und den besten Videoclip. Lenny – das ist die Tochter der Folk-Sängerin und Gitarristin Lenka Filipová. Die 22-Jährige schreibt ihre Songs selbst und spielt Klavier. Ihr Englisch wiederum hat sie an einem britisch-tschechischen Gymnasium in Prag gelernt und bei einem dreijährigen Musikstudium in London vervollkommnet. Bereits mit 18 Jahren unterschrieb sie bei einem Major Label, konkret bei Universal. Ihr Debüt-Album kam im vergangenen Jahr heraus und heißt „Hearts“, darauf befindet sich auch der nun preisgekrönte Song „Hello“.

Thom Artway als Straßenmusiker (Foto: YouTube)
Sänger des Jahres und Zugleich der Newcomer des Jahres ist ebenfalls ein junger Künstler geworden. Er heißt Tomáš Macek, nennt sich aber Thom Artway. Der 23-jährige Singer-Songwriter hat als Straßenmusiker begonnen, mit der Gitarre in der Hand hat er beispielsweise längere Reisen finanziert – so zum Beispiel 2014 nach Australien und Neuseeland. Dann trat er zunächst als Solo-Künstler auf, und mittlerweile lässt er sich meist von einer Band begleiten. Zusammen mit seinen musikalischen Mitstreitern hat Thom Artway im vergangenen Jahr auch sein Debütalbum aufgenommen. Es heißt „Hedgehog“.

Neben Lenny mit vier Anděl-Preisen und Thom Artway mit zwei der Engel-Statuen haben auch noch die Folk-Musiker von Jelen eine Kategorie gewonnen – und zwar der besten Band des Jahres. Vor zwei Jahren war das Trio noch die Entdeckung des Jahres gewesen. Nun haben sie ihr zweites Studioalbum herausgebracht. Auf Vlčí srdce (Wolfsherz) bleiben die Hirsche, so die Übersetzung des Bandnamens, ihrem Sound treu. Das heißt erneut spielen sie einen Mix aus Country, Folk, Blues und Bluegrass.

Autor: Till Janzer
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