Landschaftsschutzgebiet Soos – Ausflug in die vulkanische Vergangenheit

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Die ausgedehnte Moorlandschaft mit zahlreichen Mineralquellen nennt sich auch „böhmisches Yellowstone“ und liegt nahe Františkové lázně / Franzensbad. Hier leben viele geschützte Tiere und wachsen zahlreiche Moorpflanzen.

Mofette (Foto: Klára Stejskalová)

Das Landschaftsschutzgebiet Soos liegt am Ort eines früheren Salzsees, der sich im Laufe der Jahrhunderte in ein Hochmoor mit Kieselgur-Ablagerungen verwandelt hat. Noch zu Beginn des Quartärs gab es hier die letzten aktiven Vulkane in Böhmen. Bis heute lassen sich Reste vulkanischer Tätigkeit beobachten: Mineralquellen und vor allen sogenannte Mofetten. Letztere heißen im Volksmund auch Schlammvulkane, ihr Blubbern und der Austritt von Kohlendioxid sind ein Schauspiel für Augen und Ohren.

Durch das Schutzgebiet mit mehr als 200 Hektar Fläche, das seinesgleichen in Tschechien sucht, führt ein Lehrpfad aus Holz. Und an Wochenenden fährt dort auch eine Kleinbahn.

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Autor: Till Janzer
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