Live-Aufnahmen und Crossover – Radiosymphoniker feiern 90. Geburtstag
In Prag sind mehrere große Orchester ansässig. Eines davon ist das Symphonieorchester des Tschechischen Rundfunks, und das wird 90 Jahre alt. Dazu mehr im Interview mit Jakub Čížek, dem Leiter der Symphoniker.
„Die Geschichte des Prager Radiosymphonieorchesters reicht bis ins Jahr 1926 zurück und ist mit den ersten Folgen der Radiosendung ‚Radiožurnal‘ verbunden. Genau am 1. Oktober 1926 wurde das Orchester gegründet, und schon einen Tag später gab es sein erstes Konzert. Damals hatte das Orchester nur 20 Mitglieder und konzentrierte sich auf populäre Musik.“
Wie viel Zeit und Raum widmet heute das Orchester den Radioaufnahmen und wie viel den öffentlichen Auftritten?
„Jedes Jahr oder jede Saison verbringt das Orchester zwischen 50 und 70 Tage im Studio, woraus etwa 900 Minuten Musik entstehen. Dazu kommt eine Konzertsaison mit 21 Auftritten in drei Zyklen. Alle Konzerte werden live übertragen und gehen damit in den Bestand des Radioarchivs über. Außerdem spielen wir etwa 15 Konzerte für unterschiedliche Veranstalter im In- und Ausland, darunter die Festivals ‚Prager Frühling‘ und ‚Dvořáks Prag‘ oder jene in Litomyšl und Český Krumlov.“Können Sie zwei, drei Höhepunkte nennen, wie Sie das Jubiläumsjahr feiern…
„Wir haben viele renommierte Solisten und Dirigenten in dieser Saison zu uns eingeladen. Ich freue mich besonders auf die Konzerte beispielsweise mit Christian Lindberg, einem schwedischen Posaunisten, sowie auf den Auftritt mit dem tschechischen Dirigenten Tomáš Netopil im Dezember. Aber ich bin auch gespannt auf die Crossover-Projekte in unserem Zyklus ‚Neue Horizonte‘, bei denen wir klassische Musik mit Pop, Jazz oder Film verbinden.“







