Millionenprojekt: Neue Moldaubrücke in Prag für Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV eröffnet

Dvorce-Brücke

Die tschechische Hauptstadt hat ihre 21. Brücke über die Moldau. Zwischen den beiden Stadtteilen Podolí und Smíchov im Süden Prags dient nun die Dvorce-Brücke (Dvorecký most) ausschließlich Fußgängern, Radfahrern und dem ÖPNV. Am Freitag wurde der Bau eröffnet, und am Nachmittag konnte er schon zu Fuß und auf dem Fahrrad genutzt werden. Straßenbahnen und Busse fuhren aber erst am Samstag über die Brücke.

Der Prager Oberbürgermeister Bohuslav Svoboda (Top 09) zeigte sich begeistert von der Architektur. Verkehrsstadtrat Zdeněk Hřib (Piraten) verwies darauf, dass der öffentliche Personennahverkehr mit der Brücke neue Möglichkeiten erhalte:

„Es entstehen attraktive Verbindungen, der Verkehr wird emissionslos sein, und es wird an Kraftstoffen gespart“, so Hřib.

Den Bau der Brücke begleiteten aber auch Schwierigkeiten. So erwies sich der Untergrund rechtsseitig der Moldau als instabil, wodurch die Kosten um rund ein Viertel anstiegen und letztlich bei 1,97 Milliarden Kronen (81 Millionen Euro) lagen.

Kletterwand und Lichterpark

Auf der rechten Flussseite sollen unter dem Brückenbogen auch Freizeitmöglichkeiten entstehen mit unter anderem Skatepark, Kletterwand, Freilichtbühne und Imbissangeboten. Auf dem anderen Moldauufer, im Stadtteil Smíchov, ist südlich des Brückenkopfes ein Lichterpark geplant. Der Bildhauer Krištof Kintera installiert dort 120 Straßenlampen aus allen Teilen der Welt.

Die letzte Neueröffnung einer Brücke in Prag war zuvor im Juli 2023 erfolgt. Damals handelte es sich um eine Verbindung nur für Fußgänger und Radfahrer zwischen den Stadtteilen Holešovice und Karlín.

Autor: Till Janzer | Quelle: ČTK
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