Mutmaßlicher Zollbetrug: Europäische Staatsanwaltschaft lässt Hausdurchsuchungen in Tschechien und der Slowakei durchführen
In Tschechien und der Slowakei sind am Freitagmorgen auf Anweisung der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Es geht um den Verdacht auf einen umfangreichen Betrug bei Zoll und Mehrwertsteuer durch die Einfuhr von Kleidung, Schuhen und anderen Waren aus China. In Tschechien war die Polizeizentrale zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens beteiligt. Darüber informierte die EPPO in einer Pressemitteilung.
Die Eingriffe fanden in Bratislava und Liberec statt. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Missbrauch einer Zollregelung zur vereinfachten Einfuhr von Waren aus Drittländern. Der Importeur ist dabei von der Mehrwertsteuer befreit, wenn die Ware nach Ankunft in der EU in ein weiteres Mitgliedsland verschickt wird.