Nachrichten

Tschechisch-österreichische Konferenz

An diesem Donnerstag wird die österreichische Außenministerin Benita Ferrero-Waldner zu einem eintägigen Besuch der Tschechischen Republik in Prag erwartet. Im Schloss Stirin in der Nähe von Prag wird sie an der Eröffnung einer tschechisch-österreichischen Konferenz teilnehmen. Vorgesehen sind auch Gespräche mit Vize-Premier Vladimir Spidla, Außenminister Jan Kavan und Senatspräsident Petr Pithart.

Kyoto-Protokoll in Marakesh besiegelt

Die UNO haben der Regierung der Tschechischen Republik eine erfolgreiche Ratifizierung des Kyoto-Protokolls bestätigt, das sich eine Reduzierung des Treibhauseffektes zum Ziel setzt. Den Teilnehmern der UNO- Klimakonferenz im marokkanischen Marrakesch teilte dies der tschechische Umweltminister Milos Kuzvart mit. Bis zum kommenden Freitag , an dem die am 29.Oktober eröffnete Konferenz beendet wird, soll das Regelwerk veröffentlicht werden, das die Grundlage für die Umsetzung der Vereinbarungen von Kyoto darstellt.

British Energy äußerte Interesse an tschechischen Atomkraftwerken

Das Unternehmen British Energy sei an Atomkraftwerken interessiert, die die tschechische Energiewirtschaftgesellschaft CEZ in ihrem Besitz hat. Dies gab der Vorsitzende der Britisch Energy Robin Jeffrey auf einer Pressekonferenz in London bekannt. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge habe Jeffrey gleichzeitig eröffnet, dass die tschechische Regierung auf das Interesse seiner Gesellschaft bisher negativ reagiert habe.

Tschechische Abgeordnete verhandeln in Paris

Über die finanziellen Auswirkungen der EU-Erweiterung auf die Kandidatenländer verhandeln in dieser Woche in Paris Mitglieder des Haushaltsausschusses im tschechischen Abgeordnetenhaus. Der Vorsitzende Vlastimil Tlusty kam am Mittwoch mit seinem französischen Kollegen in der Nationalversammlung, Henri Emmanuelli, zusammen. Dem französischen sozialistischen Politiker zufolge sollte die Europäische Union die durch ihre Erweiterung zu erwartenden Kosten mittels erhöhter Zahlungen der Mitgliedsländer ausgleichen. Das Datum des EU-Beitritts Tschechiens und anderer Kandidaten hänge seiner Meinung nach weniger vom erreichten Vorbereitungsgrad dieser Länder ab als von der - wie er wörtlich sagte - "Unfähigkeit der EU" eine Reform durchzuführen und sich auf die Erweiterung vorzubereiten.

Programm von Premier Milos Zeman in den USA

Die Hilfe der Tschechischen Republik für die NATO-Verbündeten im Kampf gegen den Terrorismus ist Hauptgesprächsthema des tschechischen Premiers Milos Zeman, der sich gegenwärtig zu einem einwöchigen Amtsbesuch in den USA aufhält. Am Mittwoch besuchte er mit Motorola einen der weltweit größten Hersteller von Mobiltelefonen im amerikanischen Austin. Im Rahmen seines Amtsbesuches weist Zeman die amerikanischen Firmen auf die Möglichkeit von Investitionen in der Tschechischen Republik hin. Näheres dazu im Anschluss an die Nachrichten in unserem Tagesecho.

Zeman´s Verhandlungsposition bei Boeing sei geschwächt

Die Anfang der Woche von Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik geübte scharfe Kritik an der Qualität der Kampfflugzeuge des Typs L-159 aus der Produktion der tschechischen Firma Aero Vodochody sei angesichts der bevorstehenden Verhandlungen von Premier Zeman mit Vertretern der Firma Boeing in den USA zu einem unpassenden Zeitpunkt gekommen. Sie werde mit Bestimmtheit nicht - so die Sprecherin des tschechischen Industrie- und Handelsministeriums Anna Starkova - die Verhandlungsposition von Milos Zeman stärken, der sich für eine Intensivierung der Handelsaktivitäten dieser Firma einsetzen wolle. Zeman hatte vor Kurzem die Führung der Firma kritisiert. Im Unternehmen Aero Vodochody besitzt Boeing gemeinsam mit der tschechischen Fluggesellschaft CSA ein Aktienpaket von 35 Prozent.

NATO-Oberkommandierender besuchte die Militärbasis in Rakovnik

Der Oberkommandierende der alliierten Streitkräfte in Nordeuropa, General Jack Deverell, hat am Mittwoch die 73. Rettungs- und Trainingsbasis der Tschechischen Armee im mittelböhmischen Rakovnik besucht. In Begleitung des Generalstabschefs der Tschechischen Armee Jiri Sedivy machte er sich mit der technischen Ausrüstung der Basis vertraut und wohnte ebenfalls einigen Trainingsvorführungen bei. Er zeigte sich überrascht über die hohe Motivation der Soldaten und deren körperliche Kondition. Der General interessierte sich auch für das Konzept der Zivilschutzverteidigung, die der Armee obliegt.

Die Hälfte der Tschechen fürchtet vor einem Kriegskonflikt

Fast die Hälfte, genau 48 Prozent der tschechischen Öffentlichkeit sieht dem kommenden Jahr mit Besorgnis entgegen, nur 23 Prozent tun dies hingegen mit Hoffnung. Wie sich aus einer im Oktober durchgeführten Meinungsumfrage des Prager Zentrums für Meinungsforschung (STEM) ergeben hat, gilt die Gefahr eines terroristischen Angriffs sowie die eines möglichen Weltkriegs als der größte Grund für die Befürchtungen. Im Vergleich zum Vorjahr hegen 14 Prozent mehr Tschechen diese Gefühle.

Drei Prozent der Tschechen haben eine Gasmaske zu hause. Weitere 15 Prozent möchten sich in absehbarer Zeit eine anschaffen. Dies geht aus einer ebenfalls im Oktober durchgeführten Meinungsumfrage der Agentur RCA Research hervor. Seit Juni habe sich die Zahl derjenigen verdoppelt, die Angst vor einem Krieg bzw. vor bewaffneten Konflikten haben, sagte diesbezüglich der Manager der Firma David Ulbrich.

Umweltminister Kuzvart fürchtet keine Kritik aus Brüssel

Keine Kritik des Umweltressorts seitens der EU erwartet der tschechische Umweltminister Milos Kuzvart. Dies sagte er in Bezug auf den in der kommenden Woche zu veröffentlichenden Bericht der Europäischen Kommission über den erreichten Stand der Vorbereitungen Tschechiens auf den EU-Beitritt. In ihrem Vorjahresbericht - so Kuzvart gegenüber der Nachrichtenagentur CTK - habe die Europäische Kommission auf das in der tschechischen Legislative fehlende Gesetz über Gewässer, Abfälle und die Umweltbeeinflussung verwiesen. Dieses Problem sei bereits beseitigt worden, sagte der Minister. Das Umwelt-Kapitel hat die Tschechische Republik im Rahmen der Beitrittsverhandlungen bereits Anfang Juni abgeschlossen.

Das Wetter:

Das Gebiet der Tschechischen Republik steht unter dem starken Einfluss eines aus nordwestlicher Richtung herbeiströmenden Tiefs. Der Himmel ist bewölkt bis bedeckt, gebietsweise ist mit Regen oder Regenschauer zu rechnen. Die Temperaturen liegen zwischen sechs und zehn Grad Celsius.