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Zeman zu offiziellem Besuch in Russland

Am Schlusstag seines Russlandaufenthalts, ist der tschechische Premier Milos Zeman am Mittwoch in Moskau zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin zusammengekommen. Der russischen Presseagentur ITAR-TASS zufolge stellte Putin fest, der tschechische Premier habe in der letzten Zeit sehr viel für den Ausbau der Handelsbeziehungen zwischen Russland und Tschechien getan. Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit werden Putin zufolge mehr als 25 große gemeinsame Projekte geplant, unter anderem im Bereich der Energiewirtschaft und des Maschinenbaus. Der russische Präsident hat während der Gespräche mit Milos Zeman Tschechien im Streit mit einem Teil der deutschen und österreichischen Politszene um die so genannten Benes-Dekrete unterstützt. Putins Sprecher Alexej Gromow bestätigte gegenüber der tschechischen Nachrichtenagentur CTK, Putin habe die Einladung zu einem Tschechien-Besuch akzeptiert. Premier Zeman soll - CTK zufolge - Präsident Vaclav Havel die Einladung zu einem Russland-Besuch übermitteln.

Gesteuerte Provokationen - ein Mittel im Kampf gegen Korruption?

Das Kabinett hat den Bericht des Innenministers Stanislav Gross über den Stand der Korruption in Tschechien im Jahre 2001 und über den Kampf gegen die Korruption gebilligt. Als eine Methode in diesem Kampf könnten künftig auch gesteuerte Provokationen benutzt werden. Nach Meinung von Hana Marvanova, der Vorsitzenden der oppositionellen Freiheitsunion/der Demokratischen Union, zeugt der Korruptionsbericht davon, dass die Regierung im Kampf gegen die Korruption versagte.

Tschechien soll sich auf Schutz der Rechte Benachteiligter und Schwacher konzentrieren

Die Tschechische Republik soll sich in der Zukunft im Bereich der Menschenrechte auf den Schutz der Rechte Benachteiligter und Schwacher, z. B. alter Menschen oder Menschen mit Behinderung, konzentrieren. Dies folgt aus dem Bericht über den Stand der Menschenrechte, den das Kabinett am Mittwoch zur Kenntnis nahm und der vom Menschenrechtsbeauftragten der Regierung, Jan Jarab, ausgearbeitet wurde.

Jüdische Gemeinden dankten Tschechien für seine Haltung gegenüber Israel

Mitglieder der Prager jüdischen Gemeinden und der Föderation der jüdischen Gemeinden in der Tschechischen Republik haben sich am Mittwoch bei einer Gedenktafel in der Maisel-Strasse in Prag an die Hilfe der Tschechoslowakei beim Aufbau des israelischen Staates erinnert. Während der Prager Feierlichkeiten anlässlich des israelischen Unabhängigkeitstags wurde auch auf die gespannte Lage im Nahost hingewiesen. Jüdische Gemeinden begrüßten die Haltung Tschechiens, das es ablehnte, in der UN-Menschenrechtskommission für eine antiisraelische Resolution zu stimmen. Nach Worten des Landesrabbiners Karol Sidon verurteilt die Resolution Israel und hält die von den Palästinensern an der Zivilbevölkerung verübten Gewalttaten für legitim.

Von Christen initiierte Petition verurteilt Terrorangriffe gegen Juden

Während eines Happenings anlässlich des israelischen Unabhängigkeitstags auf dem Kafka-Platz in Prag wurden Unterschriften unter eine Solidaritätspetition mit Israel gesammelt. Die Unterschriftensammlung wurde am Montag in Prag von den Christen gestartet. Im Text werden die Terrorangriffe gegen Juden verurteilt und "die palästinensische Propaganda, die zum antijüdischen Hass erzieht" abgelehnt. Der Leiter des tschechischen Zweigs der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem, Mojmir Kallus, informierte am Mittwochvormittag die Nachrichtenagentur CTK, bislang seien 300 Unterschriften gesammelt worden. Die Unterschriften werden jetzt auch in Brno gesammelt.

AKW Temelin wird Testbetrieb nicht wie geplant aufnehmen

Wegen technischer Probleme kann das südböhmische Atomkraftwerk Temelin nicht mehr wie geplant in dieser Woche den Testbetrieb wieder aufnehmen. Eine neu aufgetretene undichte Stelle im nichtnuklearen Kreislauf verlängere die seit 24. Februar andauernde Zwangspause des ersten Blocks, sagte der Sprecher des Kraftwerks Milan Nebesar am Mittwoch.

Britische Konsularbeamte wieder in Prag-Ruzyne

Auf dem Prager Flughafen Ruzyne sind erneut britische Konsularbeamte tätig, die Passagiere kontrollieren, die nach Großbritannien reisen. Die zehnte Runde der Flughafenkontrollen dauert seit dem 9. April und man weiß nicht, wann sie enden wird, informierte die Sprecherin der britischen Botschaft Klara Skrivankova am Mittwoch die Nachrichtenagentur CTK.

44 tschechische Firmen auf der Maschinenbaumesse in Hannover

Insgesamt 44 tschechische Gesellschaften nehmen an der diesjährigen Maschinenbaumesse Hannover 2002 teil. Der Nachrichtenagentur CTK zufolge gehören zu den größten tschechischen Ausstellern die Gesellschaften Vitkovice, Skoda Trading und Nova hut.

36-jähriger Häftling starb nach Hungerstreik

Nach einem 77-tägigem Hungerstreik ist ein 36-jähriger Häftling im Prager Gefängniskrankenhaus gestorben. Seit Ende Januar protestierte der Mann gegen die Verurteilung wegen Erpressung und anderer Straftaten, erklärte am Mittwoch ein Behördensprecher. Der Häftling, der im Februar 2004 entlassen worden wäre, habe eine Zwangsernährung abgelehnt. Todesursache sei die völlige körperliche Erschöpfung gewesen.