Nachrichten

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Gedenkstunde zu Ehren der Ermordeten von 1942

Das tschechische Volk dürfe nicht seine Vergangenheit vergessen. Diese Mahnung erklang wiederholt in den Ansprachen mehrerer Teilnehmer der Gedenkstunde auf dem Schiessplatz im Prager Stadtteil Kobylisy. Hier wurden 1942 nach dem Attentat auf den Reichsprotektor Reinhard Heydrich 546 Tschechen erschossen. Nach der Meinung der Vize-Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses, Petra Buzkova, sei es den Vertretern der Tschechischen Republik nicht gelungen, die Erinnerung an die Zeit der nationalsozialistischen Okkupation und deren Opfer in ausreichendem Masse an die junge Generation weiterzugeben.

Unbelastete Wirtschaftsbeziehungen zwischen Tschechien und Österreich

Offene tschechisch-österreichische Probleme, zu denen z.B. das Atomkraftwerk Temelin und die sog. Benes-Dekrete gehören, belasten immer noch nicht die gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen, bei denen im Vorjahr bedeutende historische Rekorde verzeichnet wurden. Darauf einigten sich in Wien die Präsidenten der Tschechischen und der Österreichischen Wirtschaftskammer, Zdenek Somr und Christoph Leitl. Beide Seiten riefen die Regierungen ihrer Länder auf, weitere Schritte zur Erleichterung und Intensivierung der bilateralen Handelskontakte zu unternehmen.

Regierungsberatung in Brno

Das tschechische Kabinett ist am Montag Vormittag in Brno/Brünn zu seiner turnusmässigen Sitzung zusammengekommen. Auf der Tagesordnung stehen u.a. ein Bericht über die wirtschaftliche und soziale Lage im Südmährischen Landkreis und ein Gesetzesentwurf über die Wahlen zum Europaparlament, in dem Tschechien künftig 20 Sessel besetzen soll. Die Minister wollen sich ebenfalls mit Informationen über rechtliche und politische Aspekte der tschechoslowakischen Legislative in den Jahren 1940 - 1946 vertraut machen.

Premier Zeman reagiert auf Chirac´s Wahl

Die Wiederwahl Jacques Chirac´s zum französischen Präsidenten hält der tschechische Premier Milos Zeman für eine Art Protestwahl mit vorhersehbarem Ergebnis. Alle wüssten, dass der postfaschistische Politiker in Frankreich kaum gewinnen könne, sagte Zeman gegenüber der Nachrichtenagentur CTK noch vor der Eröffnung der heutigen Regierungssitzung in Brno.

Umfrage zu der Präsidentschaftswahl in Frankreich

Nach Meinung des renommierten tschechischen Politologen, Rudolf Kucera, gebe es zwischen dem tschechischen und dem westeuropäischen Rechtsextremismus wesentliche Differenzen. Die EU-Länder - so Kucera gegenüber der Nachrichtenagentur CTK - hätten mit der Verteidigung der Wohlstandsgesellschaft gegenüber den Zuwanderern zu tun, wobei der Nationalismus in unserem Teil Europas eine Wiederbelebung der Geister der Vergangenheit darstelle. Dem Politolgen Zdenek Zboril zufolge seien die extremistischen Aktivitäten in Tschechien viel zersplitterter als es in den Ländern Westeuropas der Fall sei.

Auszeichnung der Kriegsveteranen in Prag

Aus Anlass der Beendigung des 2.Weltkrieges vor 57 Jahren hat heute Vormittag eine feierliche Gedenkstunde im Gebäude des tschechischen Verteidigungsministeriums in Prag stattgefunden, an der u.a. Mitglieder des Armeegeneralstabs sowie tschechische Kriegsveteranen teilnahmen. Einige der letztgenannten wurden mit dem Verdienstkreuz des Verteidigungsministers durch den Generalstabschef Jiri Sedivy dekoriert.

Tschechische Senatoren planen einen Russland-Besuch

Tschechische Senatoren des außen-, verteidigungs- und sicherheitspolitischen Ausschusses wollen im Juni Russland besuchen. Dies teilte am Montag der Ausschussvorsitzende Michael Zantovsky nach einem Treffen mit dem russischen Botschafter in Prag, Igor Savolsky, mit. Eines der Themen der tschechisch-russischen Gespräche in Moskau soll auch die Position Russlands zur NATO und deren Erweiterung sein.

Eine Delegation tschechischer Senatoren, geleitet von Senatspräsident Petr Pithart, will während ihres bevorstehenden Aufenthaltes in Sofia Bulgarien auf dem Weg in die NATO unterstützen. Bulgarien und Rumänien werden seiner Meinung nach eine Einladung in die Allianz erhalten. Die NATO sei zunehmend eine politische Organisation, es handele sich um die Stabilisierung von Südosteuropa, deshalb brauche man Bulgarien und Rumänien, sagte Pithart.

Aristokraten sammelten Geld für ein SOS-Kinderdorf

190 Tausend Kronen werden nächste Woche die kleinen Bewohner des SOS-Kinderdorfes in Doubi bei Karlovy Vary/Karlsbad von Vertretern europäischer Adelshäuser erwerben. Diese Summe wurde am vorvergangenen Wochenende beim Frühjahrsball der Aristokraten im Karlsbader Grandhotel Pupp bei der Tombola eingenommen. Das Treffen des europäischen Adels, das bereits zum 6.Mal in Karlsbad stattfand, brachte dem SOS-Kinderdorf diesmal 40 Tausend Kronen mehr als bei den gleichen Veranstaltungen der Vorjahre ein. Nach Informationen des Leiters der Kindereinrichtung, Petr Zmuda, wird die Spende für die Finanzierung einer im Mai zu beginnenden Rekonstruktion von zwei der insgesamt 12 Häuser in Doubi verwendet.

Kandidaten für die "Grüne Perle 2001"

Äußerungen tschechischer Politiker, die bei einheimischen Umweltschutzaktivisten Empörung ausgelöst haben, sind dieser Tage in einer Broschüre veröffentlicht worden. Es handelt sich um insgesamt 18 Aussagen, die für den Titel "Grüne Perle des Jahres 2001" kandidieren. Dieser Titel wird im Rahmen einer Umfrage einer Umfrage zuerkannt. In der Publikation sind alle "Grünen Perlen" zu finden, die bei den vorhergegangenen sieben Jahrgängen dieser Umfrage den Sieg davon getragen haben.

Ode an die Freude im Wettbewerb

Die Ode an die Freude - die offizielle Hymne der Europäischen Union - wird am Mittwoch im Freilichttheater der historischen Stadt Litomysl mehrfach erklingen. Um die originellste Fassung dieser Melodie werden hier mehrere Jugendorchester und Chöre des ostböhmischen Landkreises Pardubice wetteifern. Veranstalter des Wettbewerbs ist das Regionale europäische Informationszentrum mit Sitz in Litomysl. Mit besonderer Neugier wird die Ausführung der EU-Hymne durch ein Saxophon-Quartett aus Chocen erwartet.