Nachrichten

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Lidice - 60. Jahrestag der Tragödie

Mit einer Gedenkstunde an der Synagoge in Kolin werden an diesem Sonntag die Trauerfeierlichkeiten beendet, die in der mittelböhmischen Stadt anlässlich des Judentransportes nach Terezin/Teresienstadt vor genau 60 Jahren stattfinden. Der erste der insgesamt 3 Transporte der Koliner Juden begann am 13. Juni 1942 im Rahmen der Vergeltung der deutschen Besatzer für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich vom Ende Mai desselben Jahres. Historischen Quellen zufolge sind bis zum 22.März 1944 insgesamt 2 254 Juden aus Kolin ins KZ Terezin verschleppt worden. Überlebt haben nur 139 von ihnen.

Am 10.Juni jährt sich zum 60.mal das Massaker von Lidice, bei dem die Nazis den Ort dem Boden gleichgemacht, die Männer erschossen, die Frauen in das KZ Ravensbrück verschleppt und rund 100 Kinder zur "Germanisierung" deutschen Familien zur Verfügung gestellt haben.

Armeetag in Westböhmen

Ein Lob an Armeeprofis und Fans, die gemeinsam die historische Militärtechnik pflegen, hat am Samstag Staatspräsident Vaclav Havel auf dem Militärübungsgelände Bahna beim westböhmischen Rokycany ausgesprochen. Anlässlich des Tages der Bodenstreitkräfte haben hier die Tschechische Armee wie auch verbündete Armeen und Klubs für Militärgeschichte verschiedene Präsentationen veranstaltet. Die Besucher konnten sich auf dem Übungsgelände auch mit der Militärtechnik von Soldaten aus den USA, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Polen und Österreich vertraut machen.

Anarchisten protestierten gegen die Wahlen

Rund 40 Anarchisten haben auf einer Protestaktion im mittelböhmischen Kladno die Wahlen als Instrument zur Gewährleistung der Macht über die Menschen verurteilt. Die Teilnehmer wurden aufgerufen die bevorstehende Parlamentswahl zu boykottieren und gegen nationale bzw. internationale Machtzentren zu kämpfen. Gegen diese sei genauso vorzugehen wie dies bereits während der Tagung des Internationalen Währungsfonds in Prag vor zwei Jahren der Fall war, hieß es in einer verlautbarten Anweisung.

Schleuserbande in Tschechien gefasst

Bei einer Polizeiaktion mit dem Decknamen Puma sind 17 Personen verhaftet worden, die illegalen Grenzübergang von insgesamt 700 Flüchtlingen über das tschechische Gebiet organisierten. In der Gruppe, die einer internationalen Organisation angehörte, befanden sich auch drei Ausländer. Wie die Polizei vermutet, verdiente die Schleuserbande durch ihre gesetzwidrige Tätigkeit ca 42 Mio Kronen, umgerechnet 1 Mio 4000 Tausend Euro.

Illegale Grenzüberschreitungen lässt laut einem Bericht nach

Ein Bericht über die Entwicklung der Migration im Jahre 2001 in der Tschechischen Republik, ausgearbeitet von der Abteilung für Migrations- und Asylpolitik des Innenministeriums, wird am Mittwoch kommender Woche dem Kabinett übergeben. In diesem Zusammenhang teilte der Abteilungsleiter Tomas Haisman der Nachrichtenagentur CTK mit, dass die Zahl der Ausländer, die illegal nach Tschechien bzw. über Tschechien weiter in den Westen gelangen wollen, wesentlich gesunken sei. Gleichzeitig sei auch die Zahl der festgenommenen Personen angestiegen, informierte Haisman.

Die Ausstellung "Mitte Europas um 1000" wird beendet

An diesem Sonntag haben alle, die die internationale Ausstellung Mitte Europas um das Jahr 1000 sehen möchten, die letzte Chance. Seit dem 17.März, als sie in den romanischen und gotischen Räumlichkeiten der Prager Burg eröffnet wurde, haben etwa 70 Tausend Besucher diese Ausstellung besichtigt. Zu sehen sind hier rund 3000 Exponate, die die Entwicklung der ersten Staaten im mitteleuropäischen Raum um das Jahr 1000 dokumentieren. An dem Ausstellungsprojekt sind außer Tschechien auch Deutschland, die Slowakei, Polen und Ungarn beteiligt.