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Barosso: Tschechien wird wieder aktives Mitglied der europäischen Familie

Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka ist am Donnerstag in Brüssel mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zusammengetroffen. Barosso schätzte nach dem Treffen die Änderungen in Tschechiens Haltung zur EU und die Tatsache, dass die Tschechische Republik dem Fiskalpakt beitreten will. Darüber wurde er von Premier Sobotka informiert. Sobotka zufolge gebe es die einzige Möglichkeit, wie das Geschehen in Europa beeinflussen zu können, und zwar sich an den EU-Strukturen aktiv zu beteiligen. Barosso stellte fest, die Tschechische Republik kehre zur Rolle eines aktiven und konstruktiven Mitglieds der europäischen Familie zurück.

Sobotka kam in Brüssel auch mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz zusammen. Mit den EU-Vertretern sprach er auch über die Situation in der Ukraine. Die Tschechische Republik wolle auf dem Treffen der EU-Außenminister das gemeinsame und entschlossene Vorgehen der Union gegenüber der Ukraine unterstützen, teilte Sobotka mit.

EU-Klimapolitik: Tschechien unterstützt geplante Verringerung der Treibhausgasemission

Die Tschechische Republik wird in der bevorstehenden Debatte über die Klimapolitik der EU nur ein Ziel durchsetzen, und zwar die Treibhausgasemission zu verringern. Prag bevorzugt allerdings ein weniger ambitiöses Ziel, als die EU anstrebt. Die Europäische Union will eine Verringerung ihres Treibhausgasausstoßes um 40 % gegenüber dem Basisjahr 1990 erreichen. Tschechien spricht sich für nur 35 % aus. Das führten Tschechiens Premierminister Bohuslav Sobotka und Industrieminister Jan Mládek am Donnerstag in Brüssel an. Mládek nannte die geplante Förderung der Energieträger aus erneuerbaren Quellen als das größte Problem für Tschechien.

In Prag lebende Ukrainer demonstrieren gegen Diktatur in der Ukraine

Mehrere in Prag lebende Ukrainer haben am Mittwoch und am Donnerstag im Stadtzentrum gegen die Diktatur in der Ukraine protestiert. Die Demonstranten hatten ukrainische Flaggen und eine EU-Flagge mit. Die Ukrainer organisieren in Tschechien Hilfssammlungen für ihre Landsleute. Vor allem werden Medikamente gesammelt, an denen es den Ärzten mangelt, die den Demonstranten in Kiew helfen. Von der Ukrainischen Initiative in der Tschechischen Republik wird zudem eine Spendensammlung durchgeführt.

Tschechische Caritas eröffnet Spendensammlung für die Ukraine

Der Caritasverband der Tschechischen Republik eröffnete am Mittwoch eine Spendensammlung für die Opfer der Unruhen in der Ukraine. Dies teilte der Caritas-Sprecher Jan Oulík am Mittwoch mit. Die Hilfe der Caritas konzentriere sich, so Oulík, nicht nur auf die Hauptstadt Kiew, sondern auch auf andere Regionen. Die Caritas arbeite Jahre lang mit den ukrainischen Caritas-Verbänden sowie mit anderen ukrainischen NGOs zusammen, so der Sprecher. Die Caritas-Gelder seien, so Oulík, für Verletzte, für gefährdete Familien mit Kindern oder für Hinterbliebene der Opfer der Gewaltaktionen bestimmt. Die renommierte tschechische Hilfsorganisation „Mensch in Not“ stellte zuvor 500.000 Kronen (18.500 Euro) für die Opfer der Gewaltaktionen und der Repressionen in der Ukraine zur Verfügung.

Ano-Partei startet Audits in ihren Ministerien

In Ministerien, die von Ministern aus der Partei Ano geleitet werden, werden tiefgreifende Audits gestartet. Die Kontrollen werden vom Finanzministerium kontrolliert, an dessen Spitze Ano-Parteichef Andrej Babiš steht. Sie werden sich vor allem auf die Effektivität der von den Ministerien abgeschlossenen Verträge und der Budgets konzentrieren. Ziel der Kontrollen sei es, den wahren Zustand festzustellen, in dem sich das Finanz-, Justiz-, Verteidigungs-, Verkehrs- und Umweltministerium sowie das Ministerium für regionale Entwicklung befänden, steht in einem Pressebericht des Finanzministeriums.

PwC: Hälfte der Unternehmen in Tschechien Opfer von Wirtschaftskriminalität

Fast die Hälfte der Firmen in Tschechien (48 Prozent) ist in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden. Das zeigen die Ergebnisse der jüngsten weltweiten Untersuchung von PricewaterhouseCoopers (PwC). In der vorangegangen Studie aus dem Jahr 2011 traf dies nur auf 29 Prozent der Befragten zu. Die häufigsten Delikte waren Diebstahl und Unterschlagung. In mehr als der Hälfte der Fälle wurden diese Taten von Mitarbeitern der beschädigten Firma begangen. Einen immer höheren Anteil an den wirtschaftskriminellen Delikten nimmt die Computerkriminalität ein, sie belegt in Tschechien den zweiten Platz mit 31 Prozent der Fälle. Vor zwei Jahren waren es nur 13 Prozent gewesen. Im internationalen Vergleich liegt die Wirtschaftskriminalität überdurchschnittlich hoch. Weltweit beklagen sich 37 Prozent der Firmen über solche Art von Schädigung. An der Studie von PwC nahmen diesmal 5128 Unternehmen aus 99 Ländern der Welt teil. In Tschechien waren es insgesamt 94 Firmen.

Giftmord im Ägyptenurlaub: Kramný wurde in Untersuchungshaft geschickt

Ein Gericht in Karviná hat am Donnerstag den 35-jährigen Petr Kramný in Untersuchungshaft geschickt. Er wurde am Mittwoch beschuldigt, seine Ehefrau und seine acht Jahre alte Tochter im Ägyptenurlaub brutal vergiftet zu haben. Der Gifttod der Touristinnen im Urlaubsort Hurghada im Juli vorigen Jahres hatte monatelang Rätsel aufgegeben. Der Beschuldigte hatte Ägypten nach mehrmonatigen Ermittlungen verlassen dürfen und weist die Vorwürfe von sich. In Prag musste er sich einem Lügendetektor-Test unterziehen. Motiv für den Mord könnte Eifersucht gewesen sein. Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine Haftstrafe zwischen 15 und 30 Jahren.

Jüdisches Museum in Prag eröffnet neues Infozentrum

Das Jüdische Museum in Prag hat am Mittwoch in der Straße Maiselova ein neues Informations- und Reservierungszentrum eröffnet. Die Besucher bekommen dort nicht nur Informationen über die Sehenswürdigkeiten auf dem Gelände der Prager jüdischen Stadt, sondern auch über jüdische Sehenswürdigkeiten in ganz Tschechien. Das neue Infozentrum wurde anlässlich des 20. Jubiläums des Museums als einer nicht staatlichen Institution errichtet.

Münchner Symphoniker eröffnen Smetana-Tage in Pilsen

Mit einem Konzert der Münchner Symphoniker unter der Leitung von Charles Olivieri-Munroe werden am 2. März die 34. Smetana-Tage in Plzeň / Pilsen eröffnet. Im Rahmen des Musikfestivals werden auch Theatervorstellungen, Lesungen, Ausstellungen sowie ein Symposium veranstaltet. In einem Festivalkonzert mit dem Titel „Vivat Mozart!“ tritt die Solistin der Deutschen Oper in Berlin, Jana Kurucová, auf. Das Festival wird mit einem Konzert der Slowakischen Philharmonie mit dem Violinisten Dalibor Karvay unter der Leitung von Alexander Rahbari am 27. März zu Ende gehen.

Biathlet Moravec trägt tschechische Fahne bei der Abschlussfeier in Sotschi

Der Biathlet Ondřej Moravec wird der Fahnenträger der tschechischen Sport-Vertretung bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Sotschi am kommenden Sonntag sein. Moravec hat drei Medaillen – zweimal Silber und einmal Bronze – bei den Spielen in Sotschi gewonnen. Somit ist er nicht nur der erfolgreichste tschechische Athlet in Sotschi, sondern auch der erste Mann in der Geschichte der selbständigen Tschechischen Republik, dem es gelang. Zuvor hatte die Eisschnellläuferin Martina Sáblíková 2010 aus den Winterspielen in Vancouver drei Medaillen erkämpft.

Olympia: Tschechisches Eishockeyteam scheitert im Viertelfinale

Die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft ist im Viertelfinale der Olympischen Winterspiele von Sotschi gescheitert. Das Team um Altstar Jaromír Jágr unterlag am Mittwochabend dem Team der USA mit 2:5. Tore der USA schossen Van Riemsdyk, Brown, Backes, Parise und Kessel, die beiden Tore Tschechiens schoss Hemský. Die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft belegt damit bei dem olympischen Turnier den 6. Platz

Eishockey-Nationaltrainer Hadamczik sieht keinen Grund zum Rücktritt

Der Nationaltrainer der tschechischen Eishockeymannschaft, Alois Hadamczik, erklärte am Mittwochabend, er denke nicht daran, von seinem Posten zurückzutreten. Das Team Tschechien scheiterte beim olympischen Eishockeyturnier in Sotschi im Viertelfinale. Hadamczik sagte, mit dem Gesamtergebnis könne er nicht zufrieden sein. Bis auf die erste Hälfte des Spiels gegen Schweden habe jedoch, so der Nationaltrainer, die Mannschaft gut gearbeitet. Tschechien unterlag Schweden zu Beginn des Turniers mit 2:4. Hadamczik ließ zu, dass er mit seinen Kollegen für das Team verantwortlich ist. Er sehe jedoch nach der Pleite gegen eine so starke Mannschaft wie die der USA keinen Grund dafür, um vom Trainerposten zurückzutreten.

Für Nationaltrainer Alois Hadamczik ist es das vierte große Eishockeyturnier, bei dem das Nationalteam keine Medaillen gewann. Voriges Jahr belegte die tschechische Nationalmannschaft unter Hadamczik auf der Eishockey-WM den 7. Platz.

Das Wetter am Freitag, 21.2.: bewölkt, bis 11 Grad

Am Freitag ist es in Tschechien meist leicht bewölkt, im Laufe des Tages ziehen vom Westen her Wolken auf. In Böhmen regnet es, in Höhenlagen ab 900 Meter kann der Regen in Schnee übergehen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 7 und 11 Grad Celsius, in Höhenlagen ab 1000 Meter werden maximal 4 Grad Celsius erreicht.