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Sobotka: Menschenrechte sind Priorität der Regierung

Die Position des Regierungsbeauftragten für Menschenrechte bleibt auch in der neuen Regierung unter Bohuslav Sobotka. Da aber das Ministerium für Menschenrechte als Bestandteil des Kabinetts wieder errichtet werde, bleibe diese Funktion unbesetzt. Premier Bohuslav Sobotka sagte dies in einem Interview gegenüber der Internetzeitung idnes.cz am Sonntag. „Die Regierung betrachtet die Menschenrechte und die Gleichberechtigung als eine ihrer Prioritäten. Während die früheren Regierungen über diese Problematik nur gesprochen haben, wir haben den Posten des Ministers für Menschenrechte wiedereingeführt, der sich mit dieser Problematik beschäftigen wird“, führte Sobotka an. Der Posten der Regierungsbeauftragten ist seit Oktober letzten Jahres leer, als Monika Šimůnková ihn aufgegeben hat

Außenminister Zaorálek will so schnell wie möglich neue Botschafter vorschlagen

Außenminister Lubomír Zaorálek will so schnell wie möglich neue Botschafter vorschlagen. Er sagte dies in einem Diskussionsprogramm des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens am Sonntag. Insgesamt elf Botschaften der Tschechischen Republik sind zurzeit unbesetzt, darunter auch das Amt in Kanada, Mexiko und Algerien. Bei weiteren 32 Botschaftern läuft ihre Amtszeit in diesem Jahr aus. Zaorálek schloss die Möglichkeit nicht aus, dass der frühere Premier und Finanzminister der Expertenregierung, Jan Fischer, zum Botschafter in Luxemburg ernannt wird.

Minister bereiten Audits in ihren Ressorts vor

Minister der neuen Regierung bereiten Audits in ihren Ressorts vor. Dies wird im Koalitionsvertrag festgelegt. Die Ressortsleiter müssen nach Problemen und Ersparnissen suchen. Innenminister Milan Chovanec sagte gegenüber dem Tschechischen Fernsehen, er wolle sich unter anderem auf die Tschechische Post konzentrieren. Gegen die Post wird zurzeit wegen Manipulation mit Bauaufträgen ermittelt. Im Bildungsressort wurden die Überprüfungen bereits gestartet. Dort geht es vor allem um die Finanzierung der staatlichen Abiturprüfungen. Industrieminister Jan Mládek will beim Projekt zur Kultivierung der schwarzen Lagunen von Ostrava, anfangen, wo seit mehr als zwei Jahren aus Finanzgründen die Arbeiten stehen.

Deutsche Telekom kauft Miteigner an T-Mobile Czech Republic heraus

Die Deutsche Telekom hat ihre Miteigner an der tschechischen Mobilfunktochter T-Mobile Czech Republic herausgekauft. Sie hält nun 100 Prozent an der tschechischen Gesellschaft. Der Bonner Konzern habe für den 40-Prozent-Anteil den Finanzinvestoren Mid Europa Partners (MEP) und Al Ain mehr als 800 Millionen Euro gezahlt. Darüber informiert die tschechische Presseagentur CTK unter Berufung auf die Agentur Reuters. Für die Telekom ist der Zukauf ein wichtiger Schritt, um ihre Pläne eines paneuropäischen Netzes vorantreiben zu können. T-Mobile Czech Republic ist als Teil der Gruppe Deutsche Telekom seit 1996 auf dem tschechischen Markt tätig. Mit 5,83 Kunden ist sie der größte Mobilfunk-Anbieter hierzulande.

Analysten erwarten Inflation bei 0,2 bis 0,3 Prozent

Die Inflation in Tschechien ist im Januar nach Schätzungen der Analysten im Jahresvergleich auf 0,2 bis 0,3 Prozent gesunken. Im Dezember lag sie noch bei 1,4 Prozent. Grund dafür ist vor allem der Rückgang bei Energiepreisen. Außerdem wirkt sich in den Jahresvergleich die Steigerung der Inflation nach der MWSt-Erhöhung vor einem Jahr. Darüber berichtet der Presseagentur CTK, die mehrere Analysten befragt hat. Das Statistikamt wird die Angaben über die Inflationsrate im Januar am 12. Februar veröffentlichen. Bereits früher kündigten die Wirtschaftsexperten an, die Januarangaben über die Inflation zeigen, o die Devisen-Interventionen der Tschechischen Nationalbank zur Schwächung der Krone ein richtiger Schritt waren. Die Zentralbank hat am 7. November nach Devisen-Interventionen gegriffen, um die Ökonomie anzukurbeln und die Deflation zu vermeiden. Der Bankenrat gab am Donnerstag bekannt, trotz der Schwächung der Krone sei in diesem Jahr die zweitniedrigste Preissteigerung seit den letzten zehn Jahren zu erwarten.

Tausend Zuschauer sehen Dvořáks „Rusalka“ auf dem Platz der Republik

Mehr als tausend Zuschauer haben die Open-Air-Liveübertragung der Oper Rusalka von Antonín Dvořák auf dem Prager Platz der Republik (Náměstí Republiky) gesehen. Außerdem wurde die Inszenierung aus der New Yorker Metropolitan Opera (MET) mit der amerikanischen Sopranistin Renée Fleming in der Titelrolle in 43 Sälen von 28 Kinos Tschechiens direkt übertragen. Bei den regelmäßigen Live-Übertragungen aus der MET in Kinos der Welt stand zum ersten Mal eine tschechische Oper auf dem Programm.

Olympia: Silber im 3000-Meter-Rennen für Martina Sáblíková

Die tschechische Eisschnellläuferin Martina Sáblíková holt die zweite Medaille für Tschechien aus den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Am Sonntag hat die Titelverteidigerin von Vancouver Silber im Rennen über 3000 Meter gewonnen. Mit der Zeit 4:01,95 blieb sie 1,61 Sekunden hinter der Niederländerin Irene Wüst. Die Russin Olga Graf belegte Platz drei.

Das Wetter am Montag, 10.2.: heiter, bis 9 Grad

Am Montag ist es in Tschechien heiter oder nur leicht bewölkt. Am Nachmittag und Abend breiten sich Wolken auf, vom Westen her mit schwachem Regen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 5 und 9 Grad Celsius. In Lagen ab 1000 Meter werden Werte um 2 Grad erreicht.