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Oberster Staatsanwalt: Tschechiens Haltung zum Schweizer Strafverfahren im Fall des Kohlekonzerns MUS wird überprüft

Der oberste tschechische Staatsanwalt Pavel Zeman hat sich zum Standpunkt der Tschechischen Republik zum schweizerischen Strafverfahren im Fall des Kohlekonzerns MUS geäußert. Er sagte gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen, es werde Monate lang dauern, bis überprüft wird, warum sich die Tschechische Republik mit einem Schadenersatzanspruch dem schweizerischen Gerichtsprozess gegen die Ex-Manager des Kohlekonzerns MUS nicht angeschlossen hat. Die oberste Staatsanwaltschaft gab vor zwei Jahren bekannt, dass Tschechien die Chance verloren hat, den Anspruch auf Schadenersatz im Gerichtsprozess in der Schweiz zu stellen. Die Schweizer hatten aber zuvor Tschechien einige Mal gefragt, ob es sich dem Strafverfahren als geschädigte Seite nicht anschließen will. Pavel Zeman lehnte es ab, zu sagen, wer dafür in Tschechien verantwortlich ist, weil die Ermittlungen noch nicht beendet wurden. Die Ex-Manager des Kohlekonzerns wurden in der Schweiz für Geldwäsche und Betrüge zum Freiheitsentzug in der Länge von einem Jahr und vier Monaten bis zu vier Jahren und vier Monaten verurteilt.

Armee modernisiert Hubschrauber Mi-171Sch für Spezialeinheiten

Die tschechische Armee modernisiert die russischen Hubschrauber Mi-171Sch, um sie bei der Zusammenarbeit mit den Spezialeinheiten einsetzen zu können. Darüber informierte der Nachrichtenserver „Armádní noviny“. Dem Server zufolge wird die Modernisierung der Hubschrauber größtenteils von den USA finanziert, weil sie mit dem Einsatz der Maschinen im Rahmen der ISAF-Mission in Afghanistan zufrieden waren.

Nachrichtenagentur KUNA: Arabische Juristen kritisieren Zemans Erklärungen

Der Verband arabischer Juristen kritisierte die Worte des tschechischen Staatsoberhauptes Miloš Zeman über die Möglichkeit, die tschechische Botschaft in Israel aus Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Darüber informierte die kuwaitsche Nachrichtenagentur KUNA. Der Juristenverband bezeichnete Zemans Worte als unverantwortlich. Über seinen Wunsch, dass die tschechische Botschaft mal nach Jerusalem verlegt wird, sprach Zeman Ende September während der „Tage für Israel“ im ostböhmischen Hradec Králové / Königgrätz. Der Leiter der außenpolitischen Sektion der Präsidentenkanzlei, Hynek Kmoníček, erklärte später, Zemans Worte seien aus dem Kontext gerissen worden.

In Prag beginnt internationales Gitarrenfestival

In Prag beginnt das internationale Gitarrenfestival „Kytara napříč žánry“. Das Festival wird am Sonntagabend mit einem Konzert des Gitarristen Peppino D´Agostino im Theater „Dejvické divadlo“ eröffnet. Zu den größten Stars des Festivals gehören Tomatito und Laurence Juber. Tomatito ist einer der berühmtesten Flamenco-Gitarristen der Welt. Juber hat früher bei der Band The Wings von Paul McCartney gespielt. Die Gitarrenkonzerte finden nicht nur in Prag statt, sondern auch in Benešov, Tábor, Varnsdorf, Dolní Poustevna und Černošce sowie in Deutschland in Eubabrunn, Bautzen und Dresden.

Leichtathletik: Hejnová ist Europas Leichtathletin des Jahres

Die tschechische Weltmeisterin über 400 Meter Hürden, Zuzana Hejnová, ist zur Europas Leichtathletin des Jahres gewählt worden. Der Preis für den Sieg in der Umfrage des Europäischen Leichtathletik-Verbandes wurde Hejnová am Samstagabend in Tallin überreicht. Neben dem WM-Titel gewann die 26-jährige Tschechin in diesem Jahr auch die Diamond-League und blieb in allen 13 Rennen in der Saison ungeschlagen. Es sei eine glänzende Ehrung nach einer phantastischen Saison, so Hejnová nach der Preisverleihung. Nach jedem Wettbewerb sei sie physisch und psychische stärker geworden, sagte die Athletin. Hejnová setzte sich in der Umfrage gegen die russische Stabhochsprung-Weltmeisterin Jelena Issinbajewa und die italienische WM-Zweite im Marathon Valeria Straneo durch.

Stute Orphee des Blins mit Jan Faltejsek im Sattel gewinnt Steeplechase in Pardubice

Die elfjährige Stute Orphee des Blins mit Jockey Jan Faltejsek im Sattel hat das traditionsreichste tschechische Steeplechase-Rennen, „Velká pardubická“, wieder gewonnen. Die Stute verteidigte am Sonntag souverän ihren Triumph vom letzten Jahr. Der achtfache Sieger von „Velká pardubická“, Jockey Josef Váňa, hat im Sattel von Tiumen das Rennen nicht beendet. Der 60-jährige Jockey, der zum 27. Mal in Pardubice startete, sagte nach dem Rennen, er habe wirklich zum letzten Mal an „Velká pardubická“ teilgenommen.

Tennis: Kristýna und Karolína Plíšková siegten im Doppel in Linz

Die tschechischen Zwillingsschwestern Kristýna und Karolína Plíšková haben das mit 235.000 Euro dotierte WTA-Turnier in Linz gewonnen. Im Finale des Doppels besiegten die Tschechinnen die Kanadierin Gabriela Dabrowski mit der Polin Alicja Rosolska mit 7:6 und 6:4. Die 21-jährigen Schwestern haben zum zweiten Mal im Finale eines WTA-Turniers gespielt. Im Juli kämpften sie erfolglos um den Sieg beim Turnier in Palermo. Karolína Plíšková gewann bereits im März dieses Jahres das WTA-Turnier in Kuala Lumpur, wo sie im Finale die Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands besiegte. Für Kristýna Plíšková, die 2010 die Wimbledon Championships der Juniorinnen gewann, stellt der Sieg in Linz ihren ersten Erfolg unter der Tennis-Elite dar.

Das Wetter am Montag, dem 14. Oktober: wolkig, bis 16 Grad

Am Montag ist es in Tschechien wolkig und während des Vormittags neblig. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 12 bis 16 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter werden 10 Grad Celsius erreicht.