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Präsident Zeman wird Bundespräsident Fischer treffen

Staatspräsident Miloš Zeman wird am kommenden Freitag mit seinem österreichischen Amtskollegen Heinz Fischer zusammenkommen. Das Treffen der beiden Staatsoberhäupter wird im südböhmischen Český Krumlov / Krumau stattfinden. Dies teilte die Prager Präsidialkanzlei am Freitag mit. Die beiden Politiker werden der Nachrichtenagentur ČTK zufolge auch im Rahmen der Landesausstellung Oberösterreichs und Südböhmens in Freistadt zusammentreffen.

Tschechische Armee zeichnet aus Afghanistan zurückgekehrte Soldaten aus

Die tschechische Armee hat die Soldaten der tschechischen Militäreinheit ausgezeichnet, die in der afghanischen Unruheprovinz Wardak stationiert war. Die Mitglieder des MAT-Teams nahmen an einer Reihe von Kämpfen gegen moslemische Aufständische teil. Es sei vor allem zu Angriffen der bewaffneten Aufständischen gegen die Nato-Konvois gekommen, die sich auf der Hauptstraße Richtung Kabul bewegten, so der Oberbefehlshaber des tschechischen MAT-Teams, Jan Zezula. Die Soldaten nahmen am Freitag in der nationalen Gedenkstätte auf dem Prager Vítkov-Hügel Verdienstmedaillen und Verdienstkreuze des Verteidigungsministers entgegen. Die Tschechen haben ihre Mission in Wardak beendet. In Afghanistan werden Tschechen weiterhin nur noch in Kabul und auf dem US-Stützpunkt in Bagram stationiert. Der Generalstabschef der tschechischen Armee, Petr Pavel, erklärte, Wardak sei eine der unruhigsten Provinzen in Afghanistan. Die Tschechen hätten, so Pavel, beim Einsatz in Wardak sehr gut mit den afghanischen Armeeangehörigen zusammengearbeitet.

Gesundheitsministerium: Gewerkschaften beunruhigen die Patienten

Der tschechische Gewerkschaftsdachverband ČMKOS hat am Freitag die Streikbereitschaft unterstützt, die die Gewerkschaft der Beschäftigten im Gesundheitswesen am vergangenen Dienstag ausgerufen hat. Die Regierung soll sich den Gewerkschaften zufolge mit der kritischen Situation in den Krankenhäusern, Kurbädern und Sozialdiensten unverzüglich beschäftigen. Sonst drohe, so die Gewerkschaften, dass etwa 30 Krankenhäuser sowie zahlreiche Kurbäder geschlossen werden müssen. Laut dem Gesundheitsministerium versuchen die Gewerkschaften mit der Krise jedoch nur die Patienten zu beunruhigen. Das Ministerium bemühe sich, die Situation zu lösen, so der stellvertretende Gesundheitsminister Martin Plíšek.

Präsident Zeman kritisiert allzu lange gerichtliche Verfahren

Staatspräsident Miloš Zeman kritisierte die allzu langen gerichtlichen Verfahren vor allem im Bereich Wirtschaftskriminalität. Auf dem Kongress der Tschechischen Rechtsanwaltskammer (ČAK) erinnerte er am Freitag daran, dass die Berufungsgerichte die Gerichtsfälle oft aus formalen Gründen an Gerichte niedrigerer Instanz zurück leiten, ohne selbst eine Entscheidung zu treffen. Zeman ist der erste Staatsoberhaupt, der den Kongress der Rechtsanwaltskammer besuchte. Am Kongress nahm auch die scheidende Justizministerin Marie Benešová teil, die früher als Rechtsanwältin gearbeitet hat.

Schweizer Gericht setzt Haft gegen zwei Ex-Manager von Kohlekonzern MUS vorerst aus

Das Bundesstrafgericht im schweizerischen Bellinzona hat die Haftstrafen für zwei verurteilte Ex-Manager des Kohlekonzerns MUS vorerst ausgesetzt. Nur wenige Stunden, nachdem Petr Kraus und Antonín Koláček mit drei weiteren ehemaligen Managern des Konzerns am Donnerstag zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt wurden, ist einem Antrag ihrer Verteidiger auf vorläufige Haftverschonung stattgegeben worden. Die Verteidiger begründeten ihren Antrag damit, dass die von ihnen erhobene Berufung gegen das Urteil möglicherweise erst dann verhandelt wird, wenn ihre Mandanten die noch nicht rechtskräftige Haftstrafe bereits verbüßt haben. Bei seiner Entscheidung, die beiden Verurteilten vorerst nicht ins Gefängnis zu stecken, berücksichtigte das Gericht auch die Tatsache, dass Tschechien und die Schweiz Unterzeichner des Europäischen Auslieferungsübereinkommens sind.

Am Donnerstagnachmittag hatte das Schweizer Gericht das Urteil im Prozess um einen der größten Fälle von Privatisierungskriminalität in Tschechien gefällt. Die fünf angeklagten Ex-Manager wurden zu Haftstrafen zwischen 16 und 52 Monaten verurteilt.

Friedensnobelpreis für OPCW: Zaorálek würde eher eine Persönlichkeit auszeichnen

Der ČSSD-Experte für Außenpolitik, Lubomír Zaorálek hat sich zur Verleihung des Friedensnobelpreises an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ausgesprochen. Der Sozialdemokrat sieht darin eine Anregung zum größeren Fortschritt in diesem Bereich. Er würde jedoch bevorzugen, wenn man den Friedensnobelpreis einer Persönlichkeit für ihre Verdienste im humanitären Bereich verleihen würde, so der Sozialdemokrat. Die Václav-Havel-Bibliothek hat die Entscheidung über die Verleihung des Friedensnobelpreises begrüßt. Es sei notwendig, gegen den Einsatz von C-Waffen zu kämpfen, so die Leiterin der Bibliothek, Marta Smolíková. Sie erinnerte in diesem Kontext an die erschütternden Berichte über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien.

Präsident Zeman empfängt fünf neue Botschafter auf Prager Burg

Staatspräsident Miloš Zeman nahm am Freitag die Beglaubigungsurkunden von fünf neuen Botschaftern in Tschechien entgegen. Auf seinem Amtssitz, der Prager Burg, empfing er dabei die neuen Botschafter aus der Slowakei, aus Kanada, Frankreich und aus Bosnien-Herzegowina sowie den höchsten Vertreter der palästinensischen Mission.

Ausstellung über Verfolgung der Kirche durch das kommunistische Regime wird auf der Prager Burg eröffnet

Eine Ausstellung über die Verfolgung der Kirche während des totalitären Regimes wurde am Freitag auf der Prager Burg eröffnet. Dokumentiert werden die Mittel und Methoden, die das kommunistische Regime bei der Liquidierung des Kirchenlebens in der Tschechoslowakei benutzte. Die Ausstellung trägt den Titel „Diktatur versus Hoffnung – die Verfolgung der römisch-katholischen Kirche in der Tschechoslowakei in den Jahren 1948-1989“ und ist im Mladota-Haus auf der Prager Burg bis zum 28. November zu sehen.

Fußball: Tschechien beendet WM-Qualifikation ohne Kapitän Rosický

Ohne Kapitän Tomáš Rosický bestreitet die tschechische Fußball-Nationalmannschaft ihre beiden abschließenden Gruppenspiele in der WM-Qualifikation gegen Malta und Bulgarien. In diesen beiden Partien wird das Team um Top-Torhüter Petr Čech von Josef Pešice gecoacht, der nach dem Rücktritt von Michal Bílek vom Co- zum Cheftrainer aufgerückt ist. Allerdings betreut Pešice die Nationalelf wohl nur, um mit ihr die Qualifikation positiv zu beenden. Nach den beiden Niederlagen gegen Armenien und Italien im September hat Tschechien nämlich nur noch eine rein theoretische Chance auf die Teilnahme an der WM 2014 in Brasilien. Um diese Minichance überhaupt aufrechtzuerhalten, müssen beide Spiele gewonnen werden. In Malta, wo man am Freitag antritt, hat Tschechien in den bisherigen vier Begegnungen jedoch nur ein Tor erzielt und dreimal 0:0 gespielt.

Eishockey: Zlín gelingt Revanche an Pilsen für verlorenes Finale

In der Neuauflage des Play-off-Finales der vergangenen Eishockey-Saison in Tschechien ist der Mannschaft von PSG Zlín die Revanche an Škoda Pilsen gelungen. In einem vorgezogenen Punktspiel des 11. Spieltags der Extraliga bezwangen die Ostmähren den Titelverteidiger am Donnerstag vor eigenem Publikum mit 4:1. Beide Teams liegen nach dieser Partie weiterhin im Mittelfeld der Tabelle. Das Top-Match des 11. Spieltags steigt am Freitag in der Hauptstadt, wo Slavia Prag und Sparta Prag in der O2-Arena zum Lokalderby aufeinandertreffen. Die Prager Clubs liegen in der Tabelle vor den beiden Finalisten der letzten Saison.

Das Wetter am Samstag: bewölkt mit Regen, bis 18 Grad

Am Samstag ist es in Tschechien überwiegend bedeckt, vor allem im Nordwesten mit Regen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen in Westböhmen zwischen 10 und 14 Grad, sonst zwischen 14 und 18 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter werden 13 Grad, im Böhmerwald und im Erzgebirge nur 9 Grad Celsius erreicht.